Entwicklung Netzknoten Umspannwerk Grossgartach

Umfang

Umbau und Erweiterung des Umspannwerks Großgartach/Leingarten

Ziel

Entflechtung gewachsener Anlagenstruktur (TransnetBW, Netze BW, Netcom BW, Amprion etc.); Umstellung vorhandener 220-kV-Anlagen auf 380 kV; Umsetzung der technischen Anforderungen an einen unabhängigen Übertragungsnetzbetreiber (ITO); Baufeldfreimachung und Vorbereitung der Schnittstellen für das Projekt SuedLink-Konverter.

Status

Genehmigung erteilt; Baumaßnahmen laufen seit September 2016; Fertigstellung in 2021 geplant.


Grund der Maßnahme

Das Umspannwerk Großgartach ist von besonderer Bedeutung für die Stromversorgung der Region Heilbronn-Franken bis hinein in den Großraum Stuttgart. Darüber hinaus ist es ein zentraler Verknüpfungspunkt des baden-württembergischen Übertragungsnetzes, der die Regionen Rhein-Neckar, Nordbaden und den mittleren Neckarraum verbindet.


Veränderte Rahmenbedingungen im Bereich der Stromnetzinfrastruktur machen einen Umbau des Umspannwerkes erforderlich. Dazu zählen die gestiegenen Anforderungen aus dem Verteilnetz, eine höhere Leistungsnachfrage aus der Region, die Umstellung der bisherigen 220-kV-Leitungen aus dem Mittleren Neckar auf 380 kV und die gesetzliche Anforderung der räumlichen Trennung (Unbundling) von Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreibern. Zudem soll die gesamte Anlage in Großgartach so ausgelegt werden, dass sie künftigen Anforderungen zur Gewährleistung einer sicheren Stromversorgung gerecht wird.


Planungsstand

Die Projektlaufzeit für den gesamten Umbau dauert von 2016 bis ca. Ende 2021. Folgende Baumaßnahmen werden durchgeführt:

  • Neubau eines Betriebsgebäudes
  • Trennung der Anlagen und Einrichtungen Dritter, bspw. der Netze BW
  • Vollständiger Rückbau der alten Betriebsgebäude
  • Neubau einer 110-kV-Schaltanlage als Übergabestation zum unterlagerten Netzbetreiber
  • Aufbau eines neuen 380-kV-Großtransformators T412
  • Erweiterung der 380-kV-Schaltanlage in einem neuen Gebäude als gasisolierte Schaltanlage
  • Aufbau eines neuen 380-kV-Großtransformators T411 als Ersatz für einen alten 220-kV-Großtransformator T211
  • Vollständiger Rückbau der 220-kV-Freiluftschaltanlage

Die Anforderungen zum Schutz vor Immissionen elektrischer und magnetischer Felder sowie Geräusche wurden vor und werden auch nach dem Umbau des Umspannwerks Großgartach deutlich unterschritten.



Genehmigungsprozess

Die Genehmigung für den Abriss der ersten Gebäude und den Neubau des Betriebsgebäudes der TransnetBW wurde nach Landesbauordnung durch die Stadt Leingarten und das Landratsamt Heilbronn erteilt. Die Abriss- und Bauarbeiten hierfür begannen im März 2016.

Für den Um- und Neubau der 380-kV-Komponenten und den Rückbau der 220-kV-Schaltanlage reichte der Vorhabenträger (TransnetBW) einen Antrag auf Genehmigung nach BImSchG (in Verbindung mit der 26. BImSchV) beim Landratsamt Heilbronn als zuständiger Behörde ein. Mit Erhalt des Genehmigungsbescheids durch das Landratsamt begannen Ende 2016 auch hier die Bauarbeiten.



Leitungseinführung

Der Rückbau der 220-kV-Schaltanlage ermöglicht auch den Rückbau von elf Masten und ca. 4,5 km Leitung. Um die Maste zurückzubauen und an die neue gasisolierte Schaltanlage anzuschließen, wird dafür an bestimmten Stellen ein Mastneubau notwendig. Konkret bedeutet dies, dass neben den vorhandenen 380-kV-Einführungen eine weitere Einführung mit drei Masten und rund 1,5 km Leitung neu errichtet wird. Die Maßnahme „Bereinigung Leitungseinführung Umspannwerk Großgartach“ wird über das Regierungspräsidium Stuttgart im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens beantragt. Die bauliche Umsetzung ist für das erste Halbjahr 2021 geplant.



Dialog

Konkrete Informationsangebote sowie Informationen über aktuelle Entwicklungen geben wir über unsere Homepage sowie die örtlichen Medien bekannt. Darüber hinaus stehen wir jederzeit gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie oben rechts.

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