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18. Juli 2018

Spuren der Vergangenheit

In Leingarten entsteht der südlichste Konverter für die Stromautobahn SuedLink. Bevor der Netzverknüpfungspunkt gebaut wird, führte das Landesamt für Denkmalpflege archäologische Voruntersuchungen durch. Dabei machten sie eine erstaunliche Entdeckung.

Im Umspannwerk Großgartach soll ein wichtiger Teil für das Energieversorgungssystem der Zukunft entstehen. Doch bevor der Konverter für SuedLink gebaut werden kann, geht die Reise zurück in die Vergangenheit: Bei archäologischen Voruntersuchungen am zukünftigen Konverterstandort in Leingarten entdeckten Archäologen Hinweise auf eine 7000 Jahre alte Siedlung aus der Jungsteinzeit. Auch nach Jahrtausenden sind in den Erdschichten damals eingesetzte Holzpfosten und Hausgrundrisse erkennbar. Aus den Funden kann geschlossen werden, dass hier erstmals Menschen in dieser Region sesshaft wurden.

Bevor die Bauarbeiten beginnen, dokumentierte das Team um den leitenden Archäologen Dr. Martin Thoma die zeitgeschichtlichen Funde sorgfältig. Mit 3D-Laser-Technologie und entsprechenden Fotos wurde die Ausgrabungsstätte dreidimensional am Computer rekonstruiert. Die Ausgrabungen und die Dokumentation haben keine Auswirkungen auf den ambitionierten Zeitplan des Konverterbaus – die archäologischen Untersuchungen wurden frühzeitig eingeplant und werden seit Mai durch eine archäologische Fachfirma auf einer ungefähr vier Hektar großen Fläche für acht Monate fortgeführt.

Gehen Sie selbst auf Zeitreise. Das SuedLink bewegt-Team hat die Ausgrabungsarbeiten einen Tag lang begleitet. Hier geht es zum Video.

Dieser Beitrag ist in der Sommer-Ausgabe 2018 des Kundenmagazins 3239+ erschienen.

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