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12. Mai 2020

Präqualifikation erfolgreich: Erste abschaltbare Last in der TransnetBW-Regelzone

Mit der Präqualifikation ist ein weiteres flexibles Instrument gewonnen, um das Netz stabil und im Gleichgewicht zu halten. Die Anlage kann im Bedarfsfall innerhalb von 15 Minuten abgeschaltet werden.

Mit der gezielten Abschaltung von abschaltbarer Lasten ist es möglich, Systembilanzabweichungen auszugleichen sowie Engpässe im Stromnetz zu vermeiden oder aufzulösen, um damit nicht zuletzt die Sollfrequenz von 50 Hertz jederzeit zu halten.

Ende April wurde nun die erste technische Anlage zur Bereitstellung von abschaltbarer Last in der TransnetBW-Regelzone erfolgreich präqualifiziert. Sie steht seit dieser Woche der Systemführung zur Verfügung. Die Anlage verflüssigt gasförmigen Stickstoff und kann im Sinne einer „schnell abschaltbaren Last" (SNL) im Bedarfsfall innerhalb von 15 Minuten abgeschaltet werden. Ab sofort steht den Übertragungsnetzbetreibern damit eine präqualifizierte Abschaltleistung in Höhe von insgesamt 7 Megawatt in der wöchentlich stattfindenden Auktion zur Verfügung.

Die Präqualifikation ging einher mit einer Reihe von prozessualen und IT-seitigen Anpassungen insbesondere an der Schnittstelle zum zentralen Abrufsystem LAMAS (Last-Management-Server) sowie bei der Anbieterabrechnung.

In Deutschland sind derzeit insgesamt rund 1.500 Megawatt für den Einsatz als abschaltbare Last präqualifiziert. Der wöchentlich ausgeschriebene Bedarf an abschaltbarer Last beträgt jeweils 750 Megawatt für sofort abschaltbare Last (SOL) sowie schnell abschaltbare Last (SNL).

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