Presse­information

28. März 2019

Netzverstärkung zwischen Kupferzell und Leingarten: TransnetBW übergibt Unterlagen zur Entscheidung über Korridorverlauf

  • TransnetBW übergibt Untersuchungs-Ergebnisse für Korridor-Alternativen und weist einen Vorzugs-Trassenkorridor aus
  • Vorzugs-Trassenkorridor sieht Netzverstärkung durch Neubau in bestehender Trasse vor
  • Bundesnetzagentur entscheidet über Verlauf voraussichtlich Ende 2019

Stuttgart. Um die Übertragungskapazität im Nordosten Baden-Württembergs zu erhöhen, plant der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, das Stromnetz zwischen den Umspannwerken Kupferzell (Gemeinde Kupferzell, Hohenlohekreis) und Großgartach (Gemeinde Leingarten, Landkreis Heilbronn) auf 380 Kilovolt zu verstärken. Heute hat die TransnetBW bei der Bundes-netzagentur Antrag auf Festlegung des endgültigen Korridorverlaufs im Rahmen der Bundesfachplanung gestellt. Der Antrag enthält die Ergebnisse detaillierter Untersuchungen verschiedener Trassenkorridor-Alternativen und weist einen Vorzugs-Trassenkorridor aus.

Die Bundesfachplanung für das Leitungsbauprojekt war im Dezember 2016 auf Antrag der TransnetBW eröffnet worden. In ihren Antragsunterlagen hatte die TransnetBW verschiedene mögliche Trassenverläufe identifiziert und dargelegt. Die Bundesnetzagentur legte im ersten Schritt des Genehmigungsverfahrens die zu untersuchenden Alternativen fest und bestimmte die Gutachten und Inhalte, die für eine endgültige Entscheidung vorgelegt werden müssen. In den vergangenen Monaten hat die TransnetBW diese Trassenverläufe detailliert untersucht und bewertet, und nach Abwägung aller Ergebnisse den aus ihrer Sicht am besten geeigneten Korridor als Vorzugs-Trassenkorridor ausgewiesen. Die Bundesnetzagentur wird nun die Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen und dann das formale Beteiligungsverfahren eröffnen. Anschließend entscheidet die Bundesnetzagentur über den tatsächlichen Trassenverlauf. Mit der Entscheidung ist voraussichtlich Ende 2019 zu rechnen.

„Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Bestandstrasse den am besten geeignetsten Trassenverlauf darstellt“, sagt Nikolaus Sauer, Projektsprecher bei TransnetBW. „Wir planen, den Abschnitt zwischen den Umspannwerken in Kupferzell und Großgartach in Leingarten vorrangig in der bestehenden Trasse zu realisieren. Dadurch können Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Raum so gering wie möglich gehalten werden.“, ergänzt Sauer.

Die Netzbaumaßnahme ist Teil der länderübergreifenden „Netzverstärkung im Nordosten von Baden-Württemberg und Bayern“, die als Projekt P48 im nationalen Netzentwicklungsplan Strom enthalten und Teil des Bundesbedarfsplans ist (BBPlG Vorhaben Nr. 20).

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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