Presse­information

16. September 2020

ULTRANET: Grundsteinlegung für Gleichstrom-Umspannwerk in Philippsburg

  • Gleichstrom-Umspannwerk entsteht auf dem Kraftwerksgelände in Philippsburg
  • TransnetBW-Geschäftsführer Dr. Götz: "Hier wird die Energiewende real."
  • Staatssekretär Feicht: "Netzausbau ist elementar für die Energiewende."

Philippsburg/Stuttgart. Gemeinsam mit Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und Franz Untersteller, dem baden-württembergischen Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, legte TransnetBW-Geschäftsführer Dr. Werner Götz heute in Philippsburg den Grundstein für das Gleichstrom-Umspannwerk der Gleichstromleitung ULTRANET. Zu den Ehrengästen und Rednern gehörten auch der Bürgermeister der Stadt Philippsburg, Stefan Martus, sowie Jörg Michels, Vorsitzender der Geschäftsführung der EnBW Kernkraft GmbH, und Rainer Theobald, Head of Finance Large Transmission Solutions bei Siemens Energy.

Die Grundsteinlegung fand unter strengen Corona-Schutzmaßnahmen statt. Dr. Werner Götz betonte: "Uns war es dennoch sehr wichtig, diesen bedeutenden Tag nicht ohne einen Dank an Politik, Partner und das Projektteam verstreichen zu lassen. Denn in Philippsburg wird mit jedem Fortschritt in Sachen ULTRANET die Energiewende realer."

Auch Staatssekretär Andreas Feicht unterstrich die Bedeutung von ULTRANET für die Energiewende: "Der Netzausbau ist elementar für die Energiewende. Der Konverter in Philippsburg zeigt, dass der Netzausbau in großen Schritten vorankommt. Wir legen heute den Grundstein dafür, dass ULTRANET 2024 als erste unserer großen Nord-Süd-Verbindungen im deutschen Übertragungsnetz den Betrieb aufnehmen kann."

"Ich freue mich, dass in Philippsburg der Konverter entsteht, der dafür sorgen wird, dass umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energien aus Norddeutschland nach Baden-Württemberg fließen kann. Es gibt nur wenige Orte, an denen sich die Energiewende bildlich so verdichten lässt wie hier in Philippsburg. Die alte Welt hat nach der Sprengung der beiden Kühltürme im Mai dieses Jahres Platz gemacht für die neue. Umso wichtiger ist es für den Erfolg der Energiewende, dass auch andere Bundesländer den Netzausbau so ernsthaft und kraftvoll angehen wie wir es in Baden-Württemberg mit unseren Partnern EnBW und TransnetBW tun," so Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller.

Stefan Martus, Bürgermeister der Stadt Philippsburg, erklärte: "Mit dem heutigen Hochbaubeginn für das Gleichstrom-Umspannwerk wird der nächste Schritt durch TransnetBW in Angriff genommen. Philippsburg steht für die Zukunft der Energieversorgung. Gemeinderat und Stadtverwaltung waren sich immer der Bedeutung der Maßnahme im Rahmen der Energiewende bewusst und haben darauf bestanden, unnötigen Flächenverbrauch zu vermeiden."

"Unser Standort Philippsburg ist ein Schauplatz der Energiewende. Wir sind stolz, mit dem sicheren Sprengabbruch der beiden Kühltürme einen wesentlichen Beitrag für den Bau des Gleichstrom-Umspannwerks geleistet zu haben. Der Fall der Kühltürme sah sicherlich spektakulär aus – aber bemerkenswert sind aus meiner Sicht vor allem die über vier Jahre dauernde gewissenhafte Planung und Vorbereitung des Sprengabbruchs, die die heutige Grundsteinlegung erst möglich gemacht haben," unterstrich Jörg Michels, Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie zu einem so wichtigen Pionierprojekt wie ULTRANET beitragen können", sagte Rainer Theobald, Head of Finance Large Transmission Solutions bei Siemens Energy. "In Zukunft können über ULTRANET nicht nur große Mengen an erneuerbarer Energie über lange Distanzen verlustarm und mit hoher Verfügbarkeit übertragen werden, die Verbindung leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Netzregelung, -stabilisierung und -sicherheit."

Das Gleichstrom-Umspannwerk Philippsburg bildet den südlichen Endpunkt der Gleichstromleitung ULTRANET, die in Zukunft erneuerbaren Strom verlustarm aus dem Norden Deutschlands nach Süden bringen soll. Es wird dabei den Strom, der über ULTRANET nach Philippsburg transportiert wird, in Wechselstrom umwandeln. Dieser wird dann vor Ort in das vorhandene 380-kV-Wechselstromnetz eingespeist und in die Region weitergeleitet.

Darüber hinaus ermöglicht das Gleichstrom-Umspannwerk im umgekehrten Fall – beispielsweise zum Abtransport überschüssigen Fotovoltaik-Stroms vom Süden in Richtung Norden – die Wandlung von Wechsel- in Gleichstrom. Nachdem auch der zweite Block des Kernkraftwerks in Philippsburg vom Netz gegangen war, hat der Sprengabbruch der Kühltürme im Mai dieses Jahres nun Platz gemacht für das Gleichstrom-Umspannwerk Philippsburg

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