Presse­information

15. April 2015

Transnet BW informiert Bürgerinnen und Bürger über Ergebnis der Konverterstandortsuche für das Netzausbauprojekt ULTRANET

  • Start der Kommunikation im nördlichen Landkreis Karlsruhe am 20. April 2015
  • Vorstellung der favorisierten Standortfläche „Landstraßenäcker“ auf dem Gebiet der Stadt Waghäusel
  • Bürgersprechstunden und Infomärkte in drei Kommunen

Die TransnetBW stellt das Ergebnis ihrer Konverterstandortsuche für das Netzausbauprojekt ULTRANET jetzt in der Region um den Netzverknüpfungspunkt Philippsburg im nördlichen Landkreis Karlsruhe vor. Bereits Ende März hatte das Unternehmen die favorisierte Standortfläche „Landstraßenäcker“ auf dem Gebiet der Stadt Waghäusel in einer regionalen Bürgermeister- und Behördenrunde präsentiert. Zweitplatziert und als Alternative geführt ist der Standort „Altrhein“ auf dem Gebiet der Stadt Philippsburg. Nach den Osterferien werden jetzt die Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Kommunen detailliert über das Ergebnis informiert. Zwischen dem 20. und 29. April finden in Waghäusel, Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen Bürgersprechstunden und Infomärkte statt. ULTRANET ist eine der großen Gleichstromverbindungen in den Süden, die gemeinsam mit dem Ausbau des Wechselstromnetzes das Rückgrat der deutschen Energiewende bilden. Für den Anfangs- und Endpunkt der Verbindung wird je ein Konverter als Umrichterstation benötigt.

„In unseren Veranstaltungen möchten wir der Bevölkerung erklären, warum die Fläche Landstraßenäcker aus unserer Sicht besonders geeignet ist und wie wir zu dieser Einschätzung gekommen sind“, sagt Maria Dehmer, Projektsprecherin ULTRANET bei der TransnetBW. „Wir haben eine Visualisierung erstellt, mit deren Hilfe sich erkennen lässt, wie sich der Konverter später in die Landschaft einfügen könnte.“ Im Gepäck hat das Unternehmen auch nähere Informationen zur Technik des Konverters und zum Thema Geräusche. Außerdem hat die Bevölkerung die Möglichkeit, ihre Anliegen und auch Ideen, zum Beispiel bei der Einpassung des Konverters ins Landschaftsbild, einzubringen. „Uns ist es wichtig, deutlich zu machen, dass wir diese Anlage verträglich für Mensch und Umwelt konstruieren und bauen werden“, so Dehmer.

Folgende Termine bietet die TransnetBW in der Region an:

  • Montag, den 20. April 2015, 09:00-13:00 Uhr: Bürgersprechstunde in Oberhausen-Rheinhausen, Sitzungssaal im Rathaus, Adlerstraße 3, 68794 Oberhausen-Rheinhausen
  • Dienstag, den 21. April 2015, 16:00-20:00 Uhr, Bürgersprechstunde in Oberhausen-Rheinhausen, Sitzungssaal im Rathaus, Adlerstraße 3, 68794 Oberhausen-Rheinhausen
  • Mittwoch, den 22. April 2015, zwischen 15:00 und 20:00 Uhr: Infomarkt in Waghäusel, Pfarramt Wiesental, Pfarrzentrum, Schanzenstraße 1, 68753 Waghäusel
  • Donnerstag, den 23. April 2015, zwischen 15:00 und 20:00 Uhr, Infomarkt in Philippsburg, Jugendstilfesthalle, Udenheimer Str. 3, 76661 Philippsburg
  • Mittwoch, den 29. April 2015, zwischen 15:00 und 20:00 Uhr, Infomarkt in Oberhausen-Rheinhausen, Bürgersaal im Bürgerhaus Wellensiek und Schalk, Jahnstraße 23, 68794 Oberhausen-Rheinhausen

In den Bürgersprechstunden möchte TransnetBW mit einem Team von Experten die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bilateral und direkt beantworten. Auf kleinem Raum besteht die Möglichkeit, ganz individuelle Fragestellungen zu besprechen und Sorgen und Nöte einzubringen. Die Infomärkte funktionieren hingegen eher wie ein Marktplatz, auf dem viele Besucher mit dem gesamten Projektteam von TransnetBW entsprechend ihren Interessen und Fragestellungen diskutieren und ihre Anregungen und Hinweise hinterlassen können. Zu den Veranstaltungen sind keine Anmeldungen erforderlich. Jeder kann in den genannten Zeiträumen die für sich passende Uhrzeit auswählen. TransnetBW wird in Folge der bereits terminierten Veranstaltungen weitere Dialogtermine anbieten, sofern Bedarf besteht.

ULTRANET bildet den südlichen Teil einer der geplanten Gleichstrom-Autobahnen aus Norddeutschland in den Süden. Mit Startpunkt im Raum Osterath soll die Leitung auf ca. 340 Kilometern Länge bis nach Philippsburg reichen. Am Start- und Endpunkt ist je ein Konverter vorgesehen, der den übertragenen Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Das Projekt ist 2013 in das vom Bundestag beschlossene Bundesbedarfsplangesetz aufgenommen worden. Die Gleichstromleitung mit einer Übertragungsleistung von zwei Gigawatt soll ab 2019 den Wegfall der Kernenergieerzeugung am Standort Philippsburg kompensieren. Als Stromleitung in HGÜ-(Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-)Technik ist ULTRANET ein wichtiger Baustein, um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, denn mit HGÜ kann Strom über weite Strecken transportiert werden. Außerdem ermöglicht HGÜ eine verbesserte Nutzung bestehender Stromtrassen durch eine höhere Leistungsdichte. Das heißt: Mit dem Bau von HGÜ-Leitungen wird der Bedarf neuer Stromleitungen im Wechselstromnetz reduziert.

ULTRANET ist ein Gemeinschaftsprojekt von TransnetBW und Amprion. Grundlage der Planungen für ULTRANET ist das erklärte Ziel der beiden Vorhabenträger, die Leitung möglichst auf bestehenden Trassen zu realisieren. So kann der Flächenverbrauch auf ein Minimum reduziert werden. ULTRANET soll gemeinsam mit bereits existierenden 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitungen auf einem Mastgestänge, einem so genannten Hybridsystem, geführt werden. Eine solche Kombination von Gleich- und Wechselstromübertragung in Form von Hybridleitungen gibt es weltweit bisher noch nicht. ULTRANET hat deshalb Pilotcharakter.

Mehr Informationen zum Projekt finden sich unter: https://www.transnetbw.de/de/ultranet.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger bietet TransnetBW eine kostenlose Hotline an: Unter 0800/380470-1 oder per E-Mail unter [javascript protected email address] steht der „DIALOG Netzbau“ des Übertragungsnetzbetreibers für Fragen zur Verfügung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Catrin Glücksmann
Leiterin Unternehmenskommunikation
T +49 711 21858-3567
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