Presse­information

1. Oktober 2015

Die TransnetBW veröffentlicht vorläufige Netznutzungs- entgelte für das Übertragungs- netz ab 1. Januar 2016

  • Zum 1. Januar 2016 steigen die Netznutzungsentgelte der TransnetBW voraussichtlich um rund zwölf Prozent.
  • Wesentliche Faktoren für den Anstieg sind die Beteiligung an der Offshore-Netzanbindung, die Sicherung von Netzreserve sowie der Bau zukunftsfähiger Netze.

Die TransnetBW hat heute die vorläufigen Netznutzungsentgelte für ihr Übertragungsnetz ab dem 1. Januar 2016 veröffentlicht. Diese werden im kommenden Jahr um rund 12 Prozent steigen. Die detaillierten Preisblätter zu den Netznutzungsentgelten sind auf der Homepage der TransnetBW veröffentlicht unter https://www.transnetbw.de/preise-netznutzung-2016. Das Netznutzungsentgelt der Übertragungsnetzebene hat am Endkundenpreis des Letztverbrauchers einen Anteil von rund drei Prozent.

Als Übertragungsnetzbetreiber ist die TransnetBW in Baden-Württemberg verantwortlich für die Bereitstellung und den bedarfsgerechten Ausbau des Transportnetzes sowie die Integration erneuerbarer Energien und bestehender Kraftwerke. Damit spielt sie eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende. Ihre zentrale Aufgabe als Übertragungsnetz- betreiber ist die Aufrechterhaltung der Versorgungs- und Systemsicherheit. Der Aufwand hierfür nimmt mit dem Umbau der Erzeugungslandschaft in Deutschland – weg von der Kernkraft, hin zu erneuerbaren Energien - stetig zu.

Wie bereits im Vorjahr ist auch in 2015 der Aufwand für die Einhaltung der Versorgungs- und Systemsicherheit - insbesondere durch die vertragliche Sicherung von Netzreserve - gestiegen. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Beteiligung an den Kosten für den Offshore-Netzausbau an den Küsten. Diese werden von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern anteilig getragen und wirken sich daher auch auf das Netznutzungsentgelt der TransnetBW aus. Diese beiden Kostenpositionen tragen zusammen mehr als 50 Prozent zur Erhöhung der Netznutzungsentgelte bei. Weitere Kostensteigerungen entfallen u. a. auf die Modernisierung und den Ausbau des Übertragungsnetzes, um es für die aktuellen und künftigen Anforderungen zu rüsten.

Die Einspeisung von Strom aus dezentralen Erzeugungsanlagen wie z. B. Photovoltaik-, Windenergie-, Biomasse und KWK-Anlagen in die unterlagerten Verteilnetze hat außerdem einen Mengeneffekt zur Folge: Da weniger Strom aus dem Transportnetz in die unterlagerte Spannungsebene abgegeben wird, werden die Kosten für das Übertragungsnetz entsprechend auf eine geringere abgegebene Strommenge umgelegt, so dass der Preis pro Kilowattstunde zunimmt.

Netznutzungsentgelte werden von Strom- und Gasnetzbetreibern im liberalisierten Energiemarkt für die Nutzung ihrer Netze erhoben und durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) überprüft.

Die zum 1. Oktober veröffentlichten Netznutzungsentgelte sind vorläufig und können bei Vorliegen neuerer Erkenntnisse noch angepasst werden. Die endgültigen Netznutzungsentgelte werden spätestens am 1. Januar 2016 veröffentlicht.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Regina König
Pressesprecherin
T +49 711 21858-3155
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