Presse­information

11. Mai 2012

Bereits die ganze Woche nutzten die Piloten das trockene und windstille Wetter, um Netzabschnitte in ganz Baden-Württemberg zu kontrollieren. Die Arbeiten an Übertragungsmasten in Engstlatt und Lauffenburg bilden dieses Wochenende den Abschluss der Instand

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Regina König

Pressesprecherin

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Stuttgart/Lauffenburg/Villingen – Per Hubschrauber gelangen die Arbeiter in einem Arbeitskorb in luftige Höhe. Im Auftrag der TransnetBW GmbH (ehemals EnBW Transportnetze AG), dem baden-württembergischen Transportnetzbetreiber, führen sie Reparaturarbeiten am Hoch- und Höchstspannungsnetz durch. Bereits die ganze Woche nutzten die Piloten das trockene und windstille Wetter, um Netzabschnitte in ganz Baden-Württemberg zu kontrollieren. Die Arbeiten an Übertragungsmasten in Engstlatt und Lauffenburg bilden dieses Wochenende den Abschluss der Instandhaltungsmaßnahme.
Als einer der vier großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber ist die TransnetBW für die Systemsicherheit des baden-württembergischen Übertragungsnetzes verantwortlich. Dabei kontrolliert und steuert das Unternehmen von seiner Hauptschaltleitung in Wendlingen die Stromflüsse in Baden-Württemberg sowie den Stromaustausch mit den benachbarten in- und ausländischen Transportnetzbetreibern. Als Eigentümerin der Transportnetzinfrastruktur ist sie zudem für die Instandhaltung und den bedarfsgerechten Ausbau ihres Netzes verantwortlich. Das 380/220-KV-Übertragungsnetz der TransnetBW ist rund 3.239 Kilometer lang und wird kontinuierlich auf mögliche Schäden kontrolliert.
So werden jedes Jahr die zuvor bei Kontrollbefliegungen und Kontrollgängen festgestellten Schäden an Freileitungen repariert. Dabei ist der Hubschraubereinsatz mittlerweile fester Bestandteil. Instandsetzungen dieser Art sehen spektakulär aus, sie sind aber nach inzwischen über 400 Einsätzen mit ausgereifter Technik Routine für die eingespielten Teams. Zum Einsatz kommt der Spezial-Hubschrauber Eurocopter AS 355 N. Er befördert den an zwei voneinander unabhängigen Seilsystemen 15 Meter unter dem Hubschrauber hängenden 60 Kilogramm schweren Aluminium-Arbeitskorb mit den beiden Monteuren zum Einsatzort. Dieser kann in bis zu 80 Metern Höhe über dem Boden liegen. In der Regel sind es die zwischen den Mastspitzenden verlaufenden Erdseile, die die Funktion eines Blitzableiters haben, sowie die Masttraversen befestigten Leiterseile, deren Aluminium-Adern durch Blitzeinschlag beschädigt wurden. Über Funk wird der Helikopter zur Schadstelle dirigiert, nachdem die Stromkreise aus Sicherheitsgründen von der Hauptschaltleitung Wendlingen aus frei geschaltet wurden. Der Korb schwebt heran und wird so in Position gebracht, bis das zu reparierende Seil auf den beiden Auslegern aufliegt. Nach Analyse des Schadens wickeln die beiden Monteure vom Montagekorb aus mehrere rund 1,50 Meter lange Reparaturspiralstäbe um das Leiterseil. Nach wenigen Minuten ist die Schadstelle instand gesetzt, der Rückflug wird angetreten und der Stromkreis wieder zugeschaltet.
Pressefoto 1 // - Pressefoto 2
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
TransnetBW GmbH (bisher EnBW Transportnetze AG)
Angela Brötel, T +49 711 128 48391, M +49 151 16790830, E [javascript protected email address]

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