Presse­information

7. Juni 2013

Startschuss für Projekte in Baden-Württemberg

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Regina König

Pressesprecherin

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Stuttgart. Der bedarfsgerechte Ausbau des deutschen Übertragungsnetzes ist elementarer Bestandteil für das Gelingen der Energiewende. Um den dringend notwendigen Netzausbau voranzutreiben, hat der Deutsche Bundestag am 25. April 2013 das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verabschiedet. Heute hat das Gesetz den Bundesrat passiert. Kernelement ist der Bundesbedarfsplan: Beruhend auf den Ergebnissen des genehmigten Netzentwicklungsplans Strom 2012 bestätigt er die Notwendigkeit und Dringlichkeit von 36 Netzbauprojekte. Als baden- württembergischer Übertragungsnetzbetreiber begrüßt TransnetBW die heutige Entscheidung des Deutschen Bundesrats, gegen das BBPlG keinen Einspruch zu erheben.

„Mit der Zustimmung durch den Deutschen Bundestag und Bundesrat setzt die Politik ein klares Zeichen, dass die Energiewende den Netzausbau braucht.“, so Rainer Joswig, technischer Geschäftsführer der TransnetBW. Um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft auf dem jetzigen, hohen Niveau halten zu können, brauchen Deutschland und insbesondere Baden-Württemberg leistungsstarke Netze. „Die Verabschiedung des Gesetzes bildet für uns den Startschuss, um als Übertragungsnetzbetreiber mit den im Netzentwicklungsplan 2012 erarbeiteten und von der Bundesnetzagentur bereits genehmigten Projekten in die Planungs- und Genehmigungsverfahren einsteigen zu können“, so Joswig weiter. Die Projekte enthalten bislang nur Anfangs- und Endpunkte. Genaue Trassenverläufe und Anlagenstandorte werden erst in den folgenden Planungsschritten erarbeitet und in den jeweiligen Genehmigungsverfahren festgelegt.

In der Verabschiedung des BBPlG sieht der Übertragungsnetzbetreiber mit Sitz in Stuttgart auch eine Bestätigung für den Prozess des Netzentwicklungsplans. Dieser wird von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern jährlich erstellt und durch die Öffentlichkeit konsultiert. Der zweite Entwurf des diesjährige Netzentwicklungsplan 2013 wird Mitte Juli der Bundesnetzagentur übergeben und veröffentlicht. Bereits jetzt zeichnet sich ein im Vergleich zu 2012 weiter gestiegener Übertragungsbedarf ab.

TransnetBW GmbH betreibt das Übertragungsnetz in Baden-Württemberg. Ihre gesetzliche Aufgabe ist es, die Systemsicherheit jederzeit zu gewährleisten. Die TransnetBW kontrolliert und steuert kontinuierlich die Stromflüsse innerhalb von Baden-Württemberg sowie den Stromaustausch mit den benachbarten in- und ausländischen Transportnetzbetreibern. Sie ist Eigentümerin der Transportnetzinfrastruktur und für die Instandhaltung und den bedarfsgerechten Ausbau ihres Netzes verantwortlich. Das 380/220-kV-Übertragungsnetz der TransnetBW ist rund 3.331 Kilometer lang und erstreckt sich über eine Fläche von 34.600 km2. Es steht allen Akteuren am Strommarkt diskriminierungsfrei sowie zu marktgerechten und transparenten Bedingungen zur Verfügung. Mit künftig rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erzielt TransnetBW einen Jahresumsatz von über drei Milliarden Euro.

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