Presse­information

22. März 2013

Neubau einer 380-kV-Leitung zwischen Bünzwangen und Goldshöfe: Transnet BW startet breites Dialogverfahren mit der Region

Übertragungsnetzbetreiber ermöglicht erstmalig öffentliche Beteiligung an der Projektentwicklung

Informationsveranstaltungen bilden Auftakt eines mehrstufigen Dialogprozesses

Stuttgart. Ein offener und konstruktiver Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region: Dafür startet der Stuttgarter Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW am 11. April ein mehrstufiges Dialogverfahren zum Bau einer neuen Stromleitung zwischen Bünzwangen und dem Umspannwerk in Goldshöfe. Der vordringliche Bedarf der 380-kV-Leitung ist bereits gesetzlich im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgestellt. Die neue Verbindung ist notwendig, um die Versorgungssicherheit im mittleren Neckarraum auch in Zukunft gewährleisten zu können und um eine drohende Überlastung des Übertragungsnetzes zu verhindern.

Transparent informieren, frühzeitig einbinden und breit beteiligen – und das noch vor den formellen Genehmigungsverfahren: So lauten die Ziele des Dialogverfahrens Bünzwangen-Goldshöfe, das im Kontext des von TransnetBW initiierten DIALOG Netzbau steht. Den Startschuss für den Dialog mit der breiten Öffentlichkeit bildet gleich eine ganze Reihe von Informationsveranstaltungen. Hierzu hat das Unternehmen das Gebiet zwischen Bünzwangen und dem Umspannwerk in Goldshöfe in vier Abschnitte unterteilt. In jedem Abschnitt wird eine Informationsveranstaltung organisiert, auf der neben den eigenen Fachleuten aus den Bereichen Netzplanung, Anlagenmanagement und Genehmigungsrecht auch externe Experten geladen sind und für übergeordnete Fragen beispielsweise zu Umweltschutz und Gesundheit zur Verfügung stehen.

„Die Energiewende ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der wir uns mit dem bedarfsgerechten Ausbau des Übertragungsnetzes stellen. Diesen möchten wir daher gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten. Dafür setzen wir auf einen transparenten Prozess und wünschen uns einen sachlichen Austausch und konstruktive Diskussionen“, so Peter Lang, Leiter Anlagenmanagement bei TransnetBW. Am Ende solle eine gemeinsam erarbeitete, genehmigungsfähige und tragfähige Lösung stehen. „Wir hoffen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die Chance wahrnehmen, sich zu beteiligen und wir so eine Lösung erarbeiten können, hinter der wir gemeinsam mit der Region stehen können.“

Im November 2012 hatte TransnetBW erste Überlegungen für das Dialogkonzept zum Projekt Bünzwangen-Goldshöfe Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus der Region vorgestellt. In persönlichen Gesprächen hatte der Übertragungsnetzbetreiber Anregungen und Verbesserungsvorschläge aufgenommen und sein Konzept in den darauf folgenden Wochen auf die spezifischen Bedürfnisse der Region angepasst. Im Februar und März wurde das überarbeitete Dialogkonzept den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen sowie den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten der Region erneut vorgestellt und verabschiedet.

Mehrstufiges Dialogverfahren
Nach den Informationsveranstaltungen im April startet je Regions-Abschnitt eine Serie von Trassierungswerkstätten. Teil jeder Trassierungswerkstatt ist zum einen das Trassenforum, in welchem Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden sowie regionale Institutionen – darunter Bürgerinitiativen, Vereine etc. – diskutieren. Zum anderen sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Sie können Fragen stellen und ihre Anmerkungen und Hinweise äußern. Alle gemeinsam suchen nach möglichst verträglichen Varianten der Trassenkorridore. „Uns ist es wichtig, dass alle Meinungen gehört werden“, erklärt Projektsprecherin Martina Birner von TransnetBW. Am Ende des Dialogverfahrens werden die Empfehlungen der Werkstätten gebündelt und zusammengeführt – ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit. „Bis zu drei Varianten für Trassenkorridore können wir in das Raumordnungsverfahren einbringen. Sollte es keine klare Empfehlung für Varianten geben, so müsste letztendlich TransnetBW entscheiden, wie die Ergebnisse des Dialogs in das Raumordnungsverfahren einfließen. „Wir hoffen aber, dass die Region gemeinsam mit uns Lösungen findet, hinter denen alle Beteiligten stehen können“, so Birner.

Der Dialog ersetzt nicht das formelle Genehmigungsverfahren, vielmehr ist er diesem vorgelagert, um die betroffene Öffentlichkeit an der Projektentwicklung teilhaben lassen zu können. Der Übertragungsnetzbetreiber hofft, dass durch diesen frühzeitigen Austausch die Akzeptanz für den Netzausbau gestärkt und die formellen Verfahren optimal vorbereitet werden können. „Mit dem Beginn des Raumordnungsverfahrens wird der Dialog nicht enden – die Diskussion geht dann natürlich weiter“, sagt Birner.

Termine der Informationsveranstaltungen

  • 11. April 2013 – Lorch-Waldhausen: Remstalhalle, Reinhold-Maier-Straße 8
  • 15. April 2013 – Hüttlingen: Kultur- und Sportzentrum Limeshalle, Sulzdorfer Straße 8
  • 16. April 2013 – Schwäbisch Gmünd: Congress-Centrum Stadtgarten, Rektor-Klaus-Straße 9
  • 18. April 2013 – Uhingen: Uditorium, UImer Straße 7

Der Beginn der Informationsveranstaltungen ist jeweils um 18 Uhr, voraussichtliches Ende gegen 21 Uhr. Um eine Anmeldung zu den Informationsveranstaltungen unter http://www.transnetbw.de wird aus organisatorischen Gründen gebeten.

Kontakt für Bürgerinnen und Bürger:
Hotline: 0800 / 380470-1, E-Mail: [javascript protected email address]

Das Projekt Bünzwangen-Goldshöfe
Der vordringliche Bedarf einer neuen 380-kV-Leitung zwischen Bünzwangen und Goldshöfe ist gesetzlich im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgestellt. Die neue Leitung zwischen Bünzwangen und Goldshöfe ist notwendig, um im bestehenden Höchstspannungsnetz die Versorgung im mittleren Neckarraum zu sichern. Die Verbindung zwischen Bünzwangen und Goldshöfe wirkt einer Netzüberlastung entgegen und sichert damit auch zukünftig die Versorgungssicherheit in der Region. Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie unter http://www.transnetbw.de/ueber-das-netz/das- netz-von-a-z/aktuelle-projekte/

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