Netzreserve

Inhalt

Zur Gewährleistung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems werden im In- und Ausland Kraftwerkskapazitäten vorgehalten, die außerhalb des Energiemarktes auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber eingesetzt werden können. Zum Einsatz kommt diese sogenannte Netzreserve in besonderen Belastungssituationen, in denen die vorhandenen Marktkraftwerke den Redispatchbedarf nicht decken können. Gemäß der Netzreserveverordnung (NetzResV gesetze-im-internet.de ) führen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber jährlich Systemanalysen durch, um den Bedarf an vorzuhaltender Netzreserveleistung für zukünftige Betrachtungszeiträume zu ermitteln. Der identifizierte Bedarf an Netzreserveleistung wird vorrangig durch bestehende Reserveverträge zwischen den Übertragungsnetzbetreibern und den Kraftwerksbetreibern zur Stilllegung angezeigter, systemrelevanter inländischer Anlagen gedeckt. Bei darüber hinausgehendem Bedarf werden durch die Übertragungsnetzbetreiber weitere Kapazitäten im Ausland kontrahiert.

Interessenbekundungsverfahren

Weisen die von der BNetzA bestätigten Ergebnisse der Systemanalysen bundesnetzagentur.de einen Netzreservebedarf aus, der nicht allein durch inländische, zur Stilllegung angezeigte Kraftwerke gedeckt werden kann, führen die Übertragungsnetzbetreiber gemeinsam für den entsprechenden Zeitraum ein Interessenbekundungsverfahren (IBV) durch. In diesem Rahmen können Anlagenbetreiber ihr Interesse am Abschluss eines Vertrages zur Aufnahme einer oder mehrerer Anlagen in die Netzreserve bekunden. Im Rahmen des IBV erfolgt abhängig vom Bedarf der Übertragungsnetzbetreiber und dem entsprechenden Standort der Anlage die Zuordnung der Zuständigkeit zwischen den vier Übertragungsnetzbetreibern.

Gemäß den Bestimmungen der Netzreserveverordnung ( NetzResV gesetze-im-internet.de ) hat die Bundesnetzagentur den von den Übertragungsnetzbetreibern ermittelten Bedarf an Kraftwerken für die Netzreserve im Hinblick auf die beiden Winterzeiträume 2021/2022 und 2023/24 geprüft und den zugehörigen Berichtbundesnetzagentur.de gemäß § 3 Abs. 1 NetzResV veröffentlicht.

In dem Bericht der Bundesnetzagentur vom 28.04.2021 wird kein zusätzlicher Bedarf an Erzeugungskapazität für die Netzreserve festgestellt. Es wird daher für die untersuchten Zeiträume durch die Übertragungsnetzbetreiber vorerst kein IBV durchgeführt.

Probestarts von Netzreserve-Kraftwerken

Zur Herstellung und Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft für erforderliche Systemsicherheitsmaßnahmen müssen aus technischen Gründen regelmäßig Probestarts inländischer Reservekraftwerke durchgeführt werden. Nach Möglichkeit erfolgen diese Probestarts im Rahmen erforderlicher Systemsicherheitsmaßnahmen. Sollte dies nicht realisierbar sein wird die Energie am Intraday-Markt vermarktet. Untenstehend erhalten Sie weitere Informationen zu den geplanten Probestarts.

Bei abgesagten Probestarts werden Leistung und Energiemengen auf null gesetzt.

Dauer Mittlere Leistung (MW) Max. Leistung (MW) Energiemenge (MWh) Anlage Veröffentlicht am Aktualisiert am
@datetime(%datetimeFrom) - @datetime(%datetimeTo) %average %maximum %total %connectingTso @datetime(%releaseDate) @datetime(%updateDatetime)

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Abruf von Reserveleistung im Ausland

Zur Gewährleistung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitäts­versorgungs­systems ruft die TransnetBW GmbH in Abstimmung mit den anderen deutschen Übertragungs­netz­betreibern in den unten genannten Zeit­räumen Netz­reserve­leistung aus dem Ausland ab.

Dadurch kann es an den jeweiligen Tagen zu Einschränkungen bei der Vergabe von Grenz­kuppel­kapazitäten an der Grenze Deutschland - Schweiz kommen.

Hinweis zur Tabelle: Wurde ein bevorstehender Einsatz ausländischer Netzreserve bereits veröffentlicht, dann jedoch nicht in Anspruch genommen (Stornierung), wird der Endzeitpunkt gleich dem Anfangszeitpunkt gesetzt.

Dauer Veröffentlicht am Aktualisiert am
@datetime(%datetimeFrom) - @datetime(%datetimeTo) @datetime(%releaseDate) @datetime(%updateDate)

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