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Sowohl Deutschland als auch die Europäische Union streben bis Mitte des Jahrhunderts ein klimaneutrales Energie- und Wirtschaftssystem an. Der ­bedarfsgerechte Ausbau des Übertragungsnetzes ist ein ­zentrales Element für das ­Gelingen der Energiewende.

Die Energiewende bringt große Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und der Entwicklung neuer Technologien.

Bis zur erfolgreichen Umsetzung ist es jedoch noch ein weiter Weg. Sicher ist: die Netzinfrastruktur wird für ihren Erfolg eine entscheidende Rolle spielen.

Das Ziel steht schon heute fest: Treibhausgas-Neutralität bis 2050. Die Planung eines bedarfsgerechten Netzes erfolgt heute allerdings nur schrittweise jeweils für die nächsten 10 bis 15 Jahre.

Mit der Studie Stromnetz 2050 entwickeln wir das Zielbild für ein Energiesystem weitgehend ohne Treibhausgas-Emissionen in Deutschland und Europa. Und zeigen am Beispiel von Baden-Württemberg, wie eine langfristige Netzstruktur entwickelt werden kann. Ergebnis ist eine „Top-down“-Betrachtung, die in diesem Detaillierungsgrad neu ist und über die wir gern mit allen Interessierten diskutieren wollen.

Leiter Netzentwicklung, Bundesnetzagentur

Der Infrastrukturausbau ist grundlegend für die Energiewende. Um den Netzausbau nachhaltig zu gestalten, bedarf es über den Netzentwicklungsplan hinaus Studien, die die Energiewende auch vom Ende her denken. Für konkrete Investitionsentscheidungen bleibt der Blick auf die nächsten Dekaden maßgeblich.

Dr. Markus Doll

Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE)

Heutige Energiepolitik muss sich am Ziel eines auf 100% Erneuerbaren Energien basierenden Energiesystems ausrichten, in dem Strom, Wärme, Mobilität und Industrie gekoppelt sind. Die Studie von TransnetBW belegt einmal mehr: Der Bedarf an sauberem Strom wird steigen.

Dr. Simone Peter

Ministerialdirektor des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Ein starkes Baden-Württemberg braucht eine zukunftsfähige, klimaneutrale Energiewirtschaft. Mit der Energiewende schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen dafür. Zentraler Bestandteil ist dabei der intelligente Ausbau der Stromnetze.

Helmfried Meinel

Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik, Öko-Institut

Das kommende Energiesystem auf der Basis von Wind und Sonne ist durch einen deutlich höheren Elektrizitätsverbrauch und eine neue Geographie der Stromversorgung charakterisiert. Eine robuste Energiewende braucht deshalb stärkere Netze. Und robuste Planungen dafür brauchen einen breiteren und weiteren Horizont.

Dr. Felix Matthes

Unsere Annahme für 2050:

Deutschland und Europa erreichen die Klimaschutzziele

Gegenüber 1990

-90% CO2

Emissionen in den Anwendungssektoren:

Strom Strom
Wärme Wärme
Transport Transport

Unsere Ergebnisse für 2050:

STEIGENDER STROMBEDARF DURCH ZUNEHMENDE ELEKTRIFIZIERUNG

Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Transport für die Dekarbonisierung des Energiesystems

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Transportsektor wird bestimmt durch Elektromobilität

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Energieverbrauch des Transportsektors sinkt erheblich

Flexible Stromnachfrage im System der Zukunft

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Zur Integration der Stromerzeugung volatiler erneuerbarer Energien werden flexible Verbraucher und Speichermöglichkeiten genutzt

Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien

Über 80% EE-Anteil an der Netto-Stromnachfrage

Strom und Gas dominieren die Wärmeerzeugung

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Effizienzgewinn im Wärmesektor beim Endenergieverbrauch von Haushalten und Gewerbe / Handel / Dienstleistungen

Anstieg der MAXIMALEN ZEITGLEICHEN STROMNACHFRAGE

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Europa

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Verstärkter Energieaustausch in Europa:
Grenzüberschreitender Stromhandel steigt um rund 80 %


Deutschland

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Weiterer Ausbau des Übertragungsnetzes erforderlich

Mehr Erneuerbare, mehr Stromtransport: Der Ausbau des Übertragungsnetzes laut Netzentwicklungsplan 2030 reicht nicht aus

15.700 km

und damit

40 %

des Höchstspannungsnetzes weisen unzulässige Überlastungen auf


Digitalisierung und Innovationen ­machen das Stromnetz intelligent und optimieren die Netzauslastung

Strom HGÜ-Verbindungen
Wärme Witterungsabhängiger Freileitungsbetrieb
Transport Phasenschieber- transformatoren
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Bei Überlastung des Netzes:
erhöhter Stromtransport von Nordwest- nach Süddeutschland

Den Mauszeiger über die Legende Bewegen und interaktive Karte entdecken.


BADEN-WÜRTTEMBERG

Stromeinfuhren

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Stromausfuhren

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Erzeugungskapazität in Deutschland

Massiver Ausbau von Windenergie und Photovoltaik

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Windenergie: Verdreifachung der installierten Leistung

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Photovoltaik: Vervierfachung der installierten Leistung

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Absicherung der Strom-und Wärmeversorgung mit Gaskraftwerken

Vorhaltung thermischer Erzeugungskapazitäten

Zur Absicherung der Strom- und Wärme­versorgung werden effiziente Gasturbinen und GuD-Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung benötigt. Dabei ist ein Rückgang der thermischen Erzeugungskapazität zu erwarten

Unser Fazit für 2050:

Für eine erfolgreich umgesetzte Energiewende im Jahr 2050 reicht das im NEP 2030 geplante Stromnetz nicht aus. Die Integration der erneuerbaren Energien erfordert ein deutschlandweites Maßnahmenpaket, das deutlich über die bereits im NEP ausgewiesenen Maßnahmen hinausgeht und neben umfangreichen weiteren Netzverstärkungen auch den Bau zusätzlicher Höchstspannungs-Gleichstromübertragungs-Verbindungen enthält.

Die Studie als PDF Grafiken zum Download
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