Presse­information

7. April 2010

Intensive Tests laufen – Wichtiger Schritt zur stärkeren Marktintegration in Europa – Verbesserte Preisbildung und Kapazitätszuteilung

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Regina König

Pressesprecherin

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7. April 2010 – Die Umsetzungsphase des Market Coupling Projekts Central Western Europe (CWE) erreicht die Zielgerade. Durch die beispiellose Komplexität des CWE Market Coupling Projekts führen die Projektpartner – Strombörsen und Übertragungsnetzbetreiber – sehr intensive Testdurchläufe durch, um die notwendige Qualität in kürzester Zeit sicherzustellen.
Die folgenden beiden Testphasen sind vorgesehen:
Umfassende Integrationstests zur Überprüfung des fehlerfreien Funktionierens der Produktionssysteme, um einen durchgängig stabilen Prozess sicherzustellen.
Eine umfassende Simulation, mit der die endgültige Betriebsbereitschaft sichergestellt werden soll. Hierbei wird Marktteilnehmern auch ein Testzugang bereitgestellt.
Die umfassenden Integrationstests haben in der 13. Kalenderwoche begonnen. Während der ersten Tests wurden Konnektivitätsprobleme zwischen einzelnen Applikationen festgestellt, die auf der Einführung eines neuen Kommunikationsstandards beruhen. Diese Probleme werden gerade gelöst, indem einzelne Teile der Kommunikations-Codes neu geschrieben und Anpassungen in den entsprechenden Systemen vorgenommen werden. Die Qualität der Preiskopplung ist hiervon nicht betroffen.
Die Fortsetzung der Integrationstests ist vom 19. April an geplant, und beide Testphasen sollen am 25. Juni abgeschlossen sein. Im Anschluss werden die Markteilnehmern einen ersten Testzugang zur Simulation erhalten, wobei die erste Simulationsphase zwischen dem 25. Juni und dem 9. Juli geplant ist.

Da die Migration in die Betriebsumgebung einen Inbetriebnahmezeitpunkt Ende Juli bedeuten würde, bevorzugen die Projektpartner aus CWE die Inbetriebnahme nach den Sommerferien. Dies dient der Sicherstellung eines nahtlosen Übergangs mit der bestmöglichen Prognostizierbarkeit sowohl von Betreibern als auch von betroffenen Marktparteien.

Dies ermöglicht eine zweite Simulationsperiode für Marktteilnehmer vom 16. bis zum 25. August; und trägt wesentlich zur erfolgreichen Inbetriebnahme bei, was von höchster Bedeutung für den Großhandel im CWE-Gebiet ist.

Die Projektpartner sind zuversichtlich, dass der laufende Prozess der regulatorischen Zustimmung bis dahin abgeschlossen sein wird. Die zwei Simulationsperioden sollen ebenfalls dazu beitragen, den Marktteilnehmer mehr Flexibilität für die Anpassung ihrer Geschäftsprozesse zu geben. Auf dieser Basis beabsichtigen die Projektpartner die Inbetriebnahme der Preiskopplung in der
CWE-Region am 7. September 2010. Sie baut auf dem bisherigen Kapazitätsberechnungsmodell (ATC) auf und setzt die Zustimmung der Regulierungsbehörden und einen erfolgreichen Abschluss der Test- und Simulationsphase voraus.

Zur Versorgung der Markteilnehmer mit den zur Vorbereitung auf die Inbetriebnahme notwendigen operativen Informationen wird im Juni in Düsseldorf ein Workshop stattfinden. Zusätzlich werden alle Interessengruppen regelmäßig über den Fortschritt in dieser finalen Phase informiert.

DAS CENTRAL WEST EUROPEAN MARKET COUPLING (CWE MC) KOPPLUNG DER BELGISCHEN, NIEDERLÄNDISCHEN, FRANZÖSISCHEN, DEUTSCHEN UND LUXEMBURGISCHEN STROMMÄRKTE
Im Juni 2007 wurde in Luxemburg eine Absichtserklärung zur Kopplung der Strommärkte zwischen den teilnehmenden Ländern von Regierungen, Regulatoren, Strombörsen, Übertragungsnetzbetreibern und den Stromverbänden aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet. Das Central West European Market Coupling (CWE MC) ermöglicht eine Day-ahead Preiskopplung für die gesamte Region. Das CWE MC ermöglicht eine effizientere Nutzung der verfügbaren grenzüberschreitenden Kapazität und soll für eine weitere Harmonisierung der Preise in der Region sorgen. Diese Aspekte bilden wichtige Vorbedingungen für die Umsetzung eines gemeinsamen europäischen Strommarktes. Das CWE MC wird als koordiniertes ATC MC (auf der verfügbaren Übertragungskapazität beruhendes Market Coupling) starten, das den notwendigen Zwischenschritt auf dem Weg zum endgültigen Ziel einer impliziten, durchflussbasierten Zuteilung von Kapazitäten bildet, mit der die Sicherheit der Stromnetze weiter verbessert werden soll. Zu den Projektteilnehmern gehören drei Strombörsen, die englisch-niederländische APX-ENDEX, die belgische Belpex und die deutsch-französische EPEX Spot, sowie die sieben Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Creos, Elia, EnBW TNG, RTE, TenneT und transpower.
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