Erneuerbare-Energien-Gesetz

Die erneuerbaren Energien sollen in Deutschland zum Fundament der zukünftigen Energie­versorgung werden. Ihr Anteil an der Stromerzeugung soll bis 2050 auf 80% steigen. Zu ihrer Förderung hat der deutsche Gesetzgeber verschiedene Instrumentarien erarbeitet, allen voran das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Darüber hinaus fördert der Gesetzgeber die Erzeugung von Strom in sogenannten Kraft-Wärme-gekoppelten Anlagen über das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G), da eine gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme sehr effizient und damit umweltfreundlich ist. Als Übertragungsnetzbetreiber sind wir für die Umsetzung dieser rechtlichen Vorgaben verantwortlich und damit zentraler Akteur bei der Förderung der erneuerbaren Energien.

Das Prinzip Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beruht auf zwei Grundprinzipien:

  • Strom aus Anlagen für erneuerbare Energien muss vorrangig vor allen anderen Erzeugungsquellen, beispielsweise aus konventionellen Kraftwerken, eingespeist und von den Netzbetreibern aufgenommen werden (Abnahmeverpflichtung).
  • Das EEG legt feste Vergütungssätze für Strom aus erneuerbaren Quellen fest. Die Vergütung unterliegt in der Regel einer Degression, das heißt, sie sinkt für Neuanlagen jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Ab dem Jahr der Inbetriebnahme wird die Vergütung für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, in der überwiegenden Zahl der Fälle für 20 Jahre.

 

 
Erneuerbare-Energien-Gesetz

Wir sind für die transparente Abwicklung der EEG-Umlage verantwortlich: Die Betreiber einer Produktionsanlage für erneuerbare Energien – etwa einer Windkraftanlage oder von Solarmodulen auf Hausdächern – speisen den erzeugten Strom in der Regel in das Stromverteilnetz ein. Die Verteilnetzbetreiber zahlen die gesetzlich vorgeschriebene Vergütung an den Stromproduzenten, dann wird der Strom an die Betreiber der Übertragungsnetze weitergereicht. Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT TSO und TransnetBW vermarkten den Strom transparent und diskriminierungsfrei am Spotmarkt der Strombörse. Anstatt ihren Strom von den Übertragungsnetzbetreibern vermarkten zu lassen, können Anlagenbetreiber seit 2012 ihren Strom im sogenannten Marktprämienmodell auch selbst vermarkten. In diesem Fall erhalten sie zusätzlich zu ihren Vermarktungserlösen von den Netzbetreibern eine Marktprämie, die die Differenzen zwischen fester Vergütung und Marktwert des Erneuerbaren-Energien-Stroms abdeckt. Die Differenz aus den Kosten für die garantierte Vergütung und dem Erlös an der Börse wird mit der EEG Umlage ausgeglichen, die von den Stromlieferanten pro Kilowattstunde Strom an die Stromkunden (Letztverbraucher) zusätzlich verrechnet und an die Übertragungsnetzbetreiber weitergegeben wird. Die EEG-Umlage wird jährlich von den Übertragungsnetzbetreibern bis zum 15. Oktober für das Folgejahr ermittelt und veröffentlicht.

Ihre Berechnung basiert auf Prognosen der Einnahmen und Ausgaben, die von unabhängigen Forschungsinstituten nach Stand von Wissenschaft und Technik erstellt werden. Differenzen zwischen den prognostizierten und tatsächlichen Ausgaben und Einnahmen werden inklusive Zinsen bei der Berechnung der nächsten Umlage berücksichtigt.

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