Birkenfeld – Pkt. Ötisheim

Vollwandmasten

Bei der Ausführung sind wir offen für neue Technologien, die von den bisher in Deutschland üblichen Standards abweichen. Für den Leitungsneubau zwischen Birkenfeld und Punkt Ötisheim haben wir uns dazu entschlossen, eine alternative Mastbauweise zu untersuchen. Auf Basis eines intensiven Dialogs mit den betroffenen Gemeinden und Bürgern haben wir für den gesamten Streckenverlauf der geplanten Trasse den Einsatz von Vollwandmasten geprüft. Als Ergebnis wird die TransnetBW auf nahezu der Hälfte der geplanten Leitungstrasse im Rahmen eines Pilotprojekts Vollwandmaste einsetzen. In den verbleibenden Abschnitten kommen Gittermaste zum Einsatz. Diese werden hinsichtlich Kompaktheit, Schutzstreifenbreite und Höhe soweit wie möglich optimiert.

Der Pilotabschnitt für den Bau der Vollwandmaste gliedert sich in zwei Teilabschnitte: Im Abschnitt auf der Gemarkung von Pforzheim-Eutingen entlang der Autobahn A8 werden sieben Vollwandmaste errichtet, die als reine 380-kV-Leitung ausgeführt werden.

Im zweiten Teilabschnitt im Bereich der Gemarkung Kieselbronn sollen weitere sieben Vollwandmaste als Gemeinschaftsleitung mit der DB Energie ausgeführt werden. Auf diesen Masten werden sowohl 380-kV- als auch 110-kV-Stromkreise aufgelegt. Vor allem dieser zweite Pilotabschnitt stellt eine besondere technische Herausforderung dar.

Mit der Realisierung von Vollwandmasten wird der Leitungsneubau zwischen Birkenfeld und Punkt Ötisheim zu einem wegweisenden Pilotprojekt im Höchstspannungsnetz von Baden-Württemberg – bislang sind Vollwandmasten im 380-kV-Bereich noch nicht anerkannte Regel der Technik in Deutschland. Die Pilotierung ermöglicht es der TransnetBW, Erfahrungen beim Bau und beim Betrieb des neuen Masttyps zu sammeln, um diese künftig in Planung und Umsetzung von Leitungsbauprojekten und in die Auswahl des jeweils geeigneten Masttyps einfließen zu lassen. Grundsätzlich erfolgt der Einsatz der Vollwandmaste nur dort, wo er technisch und genehmigungsrechtlich sinnvoll und machbar ist.

Mensch und Natur

Geplanter Trassenverlauf für das Planfeststellungsverfahren

Gutachterliche Untersuchungen:
Im Rahmen der Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens wurden die drei betrachteten Trassenvarianten hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit bewertet. Dazu wurden eine sogenannte FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt.

Die FFH-Verträglichkeitsprüfung ist zu dem Ergebnis gekommen, dass beide Varianten zu keiner erheblichen Beeinträchtigung der Erhaltungsziele des FFH-Gebiets „Enztal bei Mühlacker“ führen.

Im Ergebnis der artenschutzrechtlichen Prüfung zeigt sich, dass Variante Rot aus artenschutzfachlicher Sicht Variante Blau und Grün vorzuziehen ist. Grundsätzlich wären alle drei Varianten umsetzbar, sofern negative Auswirkungen auf die Umwelt gezielt vermieden und im Vorfeld Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. Insbesondere bei Variante Grün wäre damit jedoch ein hoher Aufwand verbunden, der praktisch kaum leistbar ist. Aufgrund von Bündelungsoptionen ist Variante Rot zudem Variante Blau vorzuziehen.

Die vollständigen Gutachten zu den Untersuchungen senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu. Bitte schicken sie uns bei Interesse eine E-Mail an

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Elektrische und magnetische Felder

Jede elektrische Ladung ist von einem elektrischen Feld umgeben. Dieses elektrische Feld existiert bereits, wenn Elektrogeräte mit einem Kabel an das Stromnetz angeschlossen sind. Je höher die Spannung, desto größer ist das elektrische Feld. Wird das Gerät eingeschaltet, d.h. der Strom fließt, entsteht zusätzlich ein magnetisches Feld. Bei Wechselstromleitungen entstehen elektrische und magnetische Wechselfelder. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei neu errichteten Anlagen die Möglichkeiten zur Minimierung der elektrischen und magnetischen Felder nach dem Stand der Technik auszuschöpfen sind. TransnetBW plant die Verbindung von Birkenfeld nach Punkt Ötisheim so, dass gesetzliche Grenzwerte nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten werden.

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