Stalldorf / Main-Tauber

Projektporträt

Neubau Umspannwerk Stalldorf inklusive Netzverstärkung Main-Tauber

Im Nordosten von Baden-Württemberg und den angrenzenden bayerischen Landesteilen erfolgte in den letzten Jahren ein starker Zubau erneuerbarer Energien. Vor allem Windkraft- und Fotovoltaik­anlagen wurden ausgebaut. Dies führt zu einer veränderten Versorgungssituation in der Region: Während früher Strom zugeführt wurde, wird heute vor Ort mehr Strom produziert, als tatsächlich verbraucht wird.

Umfang

Neubau eines Umspannwerks inklusive Netzverstärkungsmaßnahmen im Main-Tauber-Kreis.

Ziel

Sichere Einspeisung und Abfuhr der regional erzeugten Energie zur Entlastung des Verteilnetzes.

Baumaßnahme geplant

2015-2021

Steckbrief zum Projekt

Energiewende in Deutschland

Deutschland geht neue Wege in der Energiepolitik. Im August 2011 wurden der Ausstieg aus der Atomkraft und der beschleunigte Einstieg in die Erneuerbaren Energien von Bundestag und Bundesrat beschlossen. Das aktuelle Atomgesetz sieht bis 2022 einen kompletten Ausstieg aus der Atomkraft vor. In einer schrittweisen Umsetzung sollen bis zum Jahr 2030 65 Prozent des Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen bezogen werden. Im Jahr 2050 soll der Anteil des aus Erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch bei 80 Prozent liegen. Die Folge ist ein grundlegender Wandel in der deutschen Energielandschaft: Die konventionelle Erzeugung nimmt kontinuierlich ab, während der Anteil an Erneuerbaren Energien entsprechend ansteigt. Um den Entwicklungen Rechnung zu tragen, braucht es eine stabile Infrastruktur, die die erzeugte Energie zu den jeweiligen Verbrauchsorten transportiert. Sowohl das Verteilnetz, als auch das Übertragungsnetz stehen vor neuen Herausforderungen:

  • Im Übertragungsnetz gilt es insbesondere die zunehmende räumliche Entfernung zwischen Erzeugung im Norden und Verbrauchsschwerpunkten im Süden auszugleichen und den Strom dorthin zu transportieren, wo er tatsächlich benötigt wird.
  • Erweiterung der 380-kV-Schaltanlage in einem neuen Gebäude als gasisolierte Schaltanlage

Energiewende in der Region

Im Nordosten von Baden-Württemberg und den angrenzenden bayerischen Landesteilen erfolgte in den letzten Jahren ein starker Zubau Erneuerbarer Energien. Vor allem Windkraft- und Fotovoltaikanlagen wurden ausgebaut. Dies führt zu einer veränderten Versorgungssituation in der Region: Während früher Strom zugeführt wurde, wird heute vor Ort mehr Strom produziert, als tatsächlich verbraucht wird.



Der in das Verteilnetz durch EE-Anlagen eingespeiste Strom wird vom Verteilnetz aufgenommen, das an die Grenzen seiner Kapazität stößt: Es sind regelmäßige Eingriffe in den Netzbetrieb notwendig (zum Beispiel Eingriffe in den Kraftwerkspark), um die Netzstabilität aufrechtzuerhalten. Insbesondere die 110-kV-Leitungen zwischen Hüffenhardt und Königshofen sowie Stalldorf und Kupferzell sind stark ausgelastet und stellen, wenn eine Komponente, etwa ein Transformator oder ein Stromkreis, ausfällt oder abgeschaltet wird, ein Risiko für den sicheren Netzbetrieb dar. Prognosen für den Zubau Erneuerbarer Energien zeigen zudem, dass dieser Trend weiter anhält. Daher ist es notwendig, das Netz in der Region zu verstärken.


Windeinspeiseleistung der Netze BW

Die hohe Einspeisung aus Erneuerbaren Energien führt zu kristischen Leitungsauslastungen im 110-kV-Netz.

Projektbroschüre

In der Broschüre zum Projekt „Stalldorf / Main-Tauber“ erhalten Sie alle Informationen zusammengefasst. Die Broschüre steht Ihnen nachfolgend und in der Mediathek zum Download bereit.

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