Stalldorf /
Main-Tauber

Umfang

Neubau eines Umspannwerks inklusive Netzverstärkungsmaßnahmen im Main-Tauber-Kreis.

Ziel

Sichere Einspeisung und Abfuhr der regional erzeugten Energie zur Entlastung des Verteilnetzes.

Baumaßnahme geplant für

2015 – 2017

Steckbrief zum Projekt

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Dialog Netzbau

TransnetBW GmbH

Team Netzstrategie

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Im Nordosten von Baden-Württemberg und den angrenzenden bayerischen Landesteilen erfolgte in den letzten Jahren ein starker Zubau erneuerbarer Energien. Vor allem Windkraft- und Fotovoltaik­anlagen wurden ausgebaut. Dies führt zu einer veränderten Versorgungssituation in der Region: Während früher Strom zugeführt wurde, wird heute vor Ort mehr Strom produziert, als tatsächlich verbraucht wird.

Versorgungssituation Energiezufuhr und Energieabgabe

Der in das Verteilnetz durch EE-Anlagen eingespeiste Strom wird vom Verteilnetz aufgenommen, das an die Grenzen seiner Kapazität stößt: Es sind regelmäßige Eingriffe in den Netzbetrieb notwendig (zum Beispiel Eingriffe in den Kraftwerkspark), um die Netzstabilität aufrechtzuerhalten. Insbesondere die 110-kV-Leitungen zwischen Hüffenhardt und Königs­hofen sowie Stalldorf und Kupferzell sind stark ausgelastet und stellen im (n-1)-Fall ein Risiko für den sicheren Netzbetrieb dar. Prognosen für den Zubau erneuerbarer Ener­gien zeigen zudem, dass dieser Trend weiter anhält.

Daher ist es notwendig, das Netz in der Region zu verstärken.

Windeinspeiseleistung bei Netze BW

Windeinspeiseleistung bei Netze BW, Stand Oktober 2013: 338 MW.
Die hohe Einspeisung aus Erneuer­baren Energien führt zu kritischen Leitungsauslastungen im 110­-kV-­Netz.

Maßnahmen:
Neubau Umspannwerk Stalldorf inklusive Netzver­stärkung
Main-Tauber

1. Stromkreisauflagen auf bestehenden Leitungen

Um den regional produzierten Strom aufnehmen zu können, werden bestehende Leitungen verstärkt: Auf den Leitungsabschnitten zwischen Königshofen und Stalldorf sowie Elpersheim und Stalldorf wird je ein weiterer 110-kV-Stromkreis aufgelegt. Zwischen Elpersheim und Stalldorf wird hierzu eine dritte Traverse an den Masten montiert.

Am bestehenden Trassenverlauf ändert sich durch die Maßnahmen nichts. Auch die Anforderungen zum Schutz vor Immissionen elekt­rischer und magnetischer Felder sowie Geräusche werden weiterhin sicher eingehalten.

Im Zuge dieser Maßnahme wird auf den genannten Leitungsabschnitten außerdem das Erdseil getauscht. Das Erdseil ist oberhalb von Freilei­tungen gespannt und schützt die Leitung vor Blitzeinschlägen.

2. Neubau Umspannwerk Stalldorf

Die überschüssige Energie, die vor Ort nicht verbraucht werden kann, soll künftig vom Verteilnetz an das Übertragungsnetz übergeben werden. Über das Höchstspannungsnetz kann der Strom dann verlustarm zu weiteren Verbrauchsorten transportiert werden.

Als Übergabepunkt zwischen den beiden Netzebenen dient ein neues Umspannwerk, das neben dem bestehenden Umspannwerk in Stalldorf errichtet wird. Das neue Umspannwerk wird mit den entsprechenden 110-kV und 380-kV-Komponenten ausgerüstet, um die bestehende
380-kV-Leitung von TransnetBW anzuschließen.

Neubau Umspannwerk Stalldorf

Skizze Neubau Umspannwerk Stalldorf

Durch die Verstärkungsmaßnahmen kann die vor Ort erzeugte Energie künftig sicher in das Verteilnetz von Netze BW eingespeist werden, im neuen Umspannwerk auf eine höhere Spannungsebene transformiert und schließlich über die angeschlossene 380-kV-Leitung von TransnetBW weiterverteilt werden.

Um den Anschluss der Leitungen an das neue Umspannwerk zu gewährleisten, ist es notwendig, einige Masten im Einführungsbereich des Umspannwerks neu zu bauen. Die neuen Masten werden leicht versetzt zu ihrem jetzigen Standort stehen und teilweise höher werden als bisher. Eine punktuelle Erhöhung wird außerdem an Mast 9 vorgenommen. Die Schaltanlage des bestehenden 110-kV-Umspannwerks wird zurückgebaut. Die dort befindlichen 110/20-kV-Transformatoren des Weiterverteilers N-ERGIE verbleiben am Standort und werden an die neue Schaltan­lage angeschlossen.

Die Anforderungen zum Schutz vor Immissionen elektrischer und magnetischer Felder sowie Geräusche werden sicher eingehalten.

Ersatzneubau Mast 1 bis 5 und 9 sowie Mast 127 und 128.

Fragen, Anregungen oder Hinweise zum Projekt können Sie uns direkt über das Kontaktformular zukommen lassen.

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