15. Oktober 2026

TransnetBW und TenneT Germany feiern symbolische Inbetriebnahme der Netzverstärkung Grafenrheinfeld – Kupferzell – Großgartach

  • Rund 150 Kilometer lange Stromleitung zwischen Grafenrheinfeld bei Schweinfurt und Großgartach bei Heilbronn verstärkt
  • Höhere Transportkapazität stärkt wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Bayern und Baden-Württemberg
  • Bestehende Masten und Leitungsanlagen wurden soweit möglich genutzt

Stuttgart / Bayreuth. TransnetBW und TenneT Germany haben die verstärkte Höchstspannungsleitung Grafenrheinfeld – Kupferzell – Großgartach mit einem symbolischen Festakt offiziell in Betrieb genommen. Mit der Netzverstärkung wurde die bestehende Leitung zwischen dem Umspannwerk Grafenrheinfeld bei Schweinfurt in Unterfranken und dem Umspannwerk Großgartach in Leingarten im Landkreis Heilbronn deutlich leistungsfähiger gemacht. Die verstärkte Leitung erhöht die Transportkapazität einer wichtigen Nord-Süd-Achse und schafft damit eine wichtige Voraussetzung, um mehr Strom sicher zu den Verbrauchszentren in Baden-Württemberg zu transportieren.

Dr. Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung von TransnetBW, erklärte im Rahmen der Veranstaltung: „Nach rund drei Jahren Bauzeit nehmen wir gemeinsam mit TenneT ein wichtiges Projekt in Betrieb, das unmittelbar zur Versorgungssicherheit und zum Gelingen der Energiewende beiträgt. Mit der Verstärkung dieser zentralen Nord-Süd-Verbindungsachse zwischen Bayern und Baden-Württemberg schaffen wir die Voraussetzung, künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energien zuverlässig dorthin zu transportieren, wo er benötigt wird. Zugleich zeigt das Projekt, wie wir bestehende Infrastruktur nutzen, um unser Netz leistungsfähiger und fit für die Zukunft zu machen.“

Ina Kamps, Chief Operating Officer (COO) von TenneT Germany, ergänzte bei der symbolischen Inbetriebnahme: „Netzausbau bedeutet nicht nur Neubau, sondern auch die bestehende Infrastruktur effizient zu nutzen und leistungsfähiger zu machen. Genau das tun wir hier gemeinsam mit TransnetBW. Wir schaffen mehr Kapazität, Resilienz und Versorgungssicherheit für den industriestarken Süden und den Wirtschaftsstandort Deutschland.“


Netzverstärkung erhöht Transportkapazität zwischen Nord und Süd
Die rund 150 Kilometer lange Stromleitung verbindet die Übertragungsnetze von TransnetBW und TenneT Germany und bildet eine wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Bayern und Baden-Württemberg.

Die Anforderungen an das Stromnetz verändern sich grundlegend. Windenergie wird vor allem im Norden Deutschlands erzeugt, während sich viele Verbrauchszentren im Süden befinden. Gleichzeitig nimmt die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien auch in Bayern und Baden-Württemberg kontinuierlich zu. Darüber hinaus steigt der Strombedarf durch die Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung. Mit der Verstärkung dieser wichtigen Transportachse kann künftig bis zu doppelt so viel Strom sicher und zuverlässig über die Leitung nach Baden-Württemberg transportiert werden.

Das Projekt ist als Vorhaben Nummer 20 im Bundesbedarfsplangesetz verankert. TransnetBW und TenneT Germany haben die Verbindung in mehreren Abschnitten verstärkt. TenneT Germany verantwortete die Verstärkung zwischen Grafenrheinfeld und Rittershausen (Gaukönigshofen). TransnetBW setzte den restlichen Abschnitt bis Kupferzell sowie den Ersatzneubau zwischen Kupferzell und Großgartach um.


Bestehende Leitung soweit möglich genutzt
Bei der Umsetzung des Projekts haben TransnetBW und TenneT Germany die vorhandene Netzinfrastruktur so weit wie möglich genutzt. In zwei Abschnitten wurden zusätzliche Leiterseile auf bestehenden Masten installiert. Zwischen Kupferzell und Großgartach hat TransnetBW eine Leitungsanlage weitgehend in der bestehenden Trasse ersatzneugebaut.

Damit folgt das Projekt dem NOVA-Prinzip: Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau. Dieses Vorgehen sieht vor, zunächst die vorhandene Infrastruktur möglichst effizient zu nutzen und zu verstärken, bevor neue Leitungen gebaut werden. Die Nutzung bestehender Trassen verringert zusätzliche Eingriffe in Natur und Landschaft und reduziert den Flächenbedarf für den Netzausbau.


Dialog begleitet die Umsetzung
TransnetBW und TenneT Germany haben die Öffentlichkeit während der Planung und Umsetzung kontinuierlich über das Projekt informiert. Dazu gehörten Gespräche mit Kommunen, Verbänden, Behörden, Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern sowie weitere Informations- und Dialogangebote in den betroffenen Regionen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Malte Scholz
Pressesprecher
+49 711 21858-4854
m.scholz@transnetbw.de
www.transnetbw.de

Markus Lieberknecht
Pressereferent
+49 921 50740-4098
markus.lieberknecht@tennet.eu
www.tennet.eu