Politik und Regulierung
StrommarktDesign und Flexibilitäten
Energiewende braucht Flexibilität. Bestehende Flexibilitäten sollten durch die richtigen Regeln und Anreize erschlossen werden, neue beanreizt werden.
Bestehende Flexibilitäten erschließen, Anreize dafür schaffen, Netzstabilität sichern.
Der bestehende Energy-Only-Markt bildet die Realität der Energiewende nur unzureichend ab. Bei der notwendigen Umgestaltung des Strommarktes sind viele Faktoren zu berücksichtigen: Die Stromerzeugung wird volatiler. Durch Elektrifizierung anderer Sektoren steigt die Stromnachfrage und der Bedarf an Flexibilität, um das Netz sicher und stabil zu halten, nimmt zu. Sowohl dezentrale Flexibilitäten – etwa durch steuerbare Lasten, Speicher oder E-Mobilität – als auch steuerbare Erzeugungskapazitäten wie regelbare Kraftwerke müssen gezielt durch marktliche Regeln und Anreize aktiviert werden.
Kraftwerksstrategie und Kapazitätsmarkt
Versorgungssicherheit ist kein Nebenprodukt
Der neue Gesetzentwurf StromVKG zur Kraftwerksstrategie sieht einen Adhoc‑Kapazitätsmarkt zur Absicherung der Stromversorgung vor. Unser Power Brief fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Konzept Zentraler Kapazitätsmarkt mit lokaler Komponente
Ein Markt für verlässliche Leistung
Ein zentraler, technologieoffener Kapazitätsmarkt mit lokaler Komponente wird dringend gebraucht, um Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten – ergänzt durch eine schnelle Umsetzung der Kraftwerksstrategie, die gezielt Investitionen dort anreizt, wo sie den besten Beitrag zu System- und Versorgungssicherheit liefern. Dafür braucht es auch einen flexiblen EU-Rechtsrahmen, der nationalen Besonderheiten Raum gibt.
Flexibilität
Mehr Flexibilität für ein starkes Stromsystem
Flexibilität kann Netze entlasten, Kosten senken und die Versorgungssicherheit stärken. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben ihre Bewertung und konkrete Änderungsvorschläge zum Referentenentwurf des Flexibilitätsbeschleunigungsgesetzes (FlexBG) vom 23. Juni 2026 vorgelegt.
Redispatch 3.0
Kleinstflexibilitäten erschließen
Redispatch 3.0 ergänzt den bestehenden kostenbasierten Redispatch um marktliche Elemente und erschließt Flexibilitätspotenziale dezentraler Verbraucher für die Netzstabilität. Ein aktuelles Gutachten von Consentec und Neon bewertet das LeistungspreisPlus-Modell als praktikablen Ansatz, der strategisches Fehlverhalten wirksam begrenzen kann.
Die laufende Pilotierung im Projekt DataFleX soll nun weitere Erkenntnisse zur Effizienz des Modells liefern.

Ihr Kontakt

Marktdesign, Redispatch 3.0, Anreize für gesicherte Leistungmarina.schmid@transnetbw.de
Mehr von uns
- Überblick Politik
Erfahren Sie hier, welche Themen TransnetBW im energiepolitischen Umfeld vorantreibt.
- Systemsicherheit
Die Systemsicherheit ist das Fundament der Energiewende.
- Netzausbau
Mit gut ausgebauten Netzen zur erfolgreichen Energiewende.
- Regulierung
Mit Regulierung in die Energiewende.
- Kosteneffiziente Energiewende
Energiewende mit Weitblick – nachhaltig, sicher, bezahlbar.
- Downloads
Unsere Stellungnahmen, Positionen und weitere Beiträge.
