07. März 2017

SuedLink: Vorschlagskorridor und Korridornetz vorgestellt

  • Antragseinreichung für SuedLink am 17. März
  • TenneT und TransnetBW stellen vorläufigen Vorschlagskorridor und Alternativen vor
  • Umfangreiche informelle Beteiligung führt zu Änderungen an Korridorvorschlägen
  • Infoveranstaltungen zu Planungsstand und weiterer Beteiligung ab Ende März

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben jetzt den vorläufigen Vorschlagskorridor sowie eine durchgehende Alternative und weitere mögliche Korridorvorschläge für SuedLink veröffentlicht. Damit gibt es nun ein valides Netz an möglichen Korridoren für das Gleich-stromprojekt, das TenneT und TransnetBW als Erdkabelverbindung planen. Den Antrag auf Bundesfachplanung werden die Projektpartner am 17. März einreichen. Die Antragsunterlagen werden vorab bereits ab dem 9. März veröffentlicht. Damit wollen die beiden Vorhabenträger für das Gleichstromprojekt die Öffentlichkeit schon vor der Einreichung des Antrags auf Bundesfachplanung über den aktuellen Planungsstand informieren.

Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH, erklärte: „Wir haben jetzt einen vorläufigen Korridorvorschlag für SuedLink und Alternativen identifiziert, mit denen wir in das Genehmigungsverfahren gehen. Uns ist es wichtig, einen Korridor zu finden, der Mensch und Natur möglichst wenig belastet. Wir haben dafür die Hinweise der Bürger vor Ort mit berücksichtigt. Das haben wir über die umfassendste Bürgerbeteiligung, die es je für ein Netzausbauprojekt in Deutschland gab, erreicht. Damit haben wir die Vorarbeiten für SuedLink abgeschlossen. Jetzt kann der formelle Genehmigungsprozess starten, in dem die Bürger auch rechtliche Mitsprachemöglichkeiten haben.“

Dr. Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung der TransnetBW GmbH, sagte: „Der Vorschlagskorridor ist ein erstes Zwischenergebnis und der Auftakt für detaillierte Untersuchungen. In den nächsten beiden Jahren können sich weitere Veränderungen ergeben, bevor die Bundesnetzagentur über den tatsächlichen Verlauf entscheidet. Um die Akzeptanz für dieses wichtige Projekt der Energiewende zu erhalten, bleiben wir selbstverständlich im transparenten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und den politischen Entscheidern.“ TenneT und TransnetBW wiesen darauf hin, dass die kommenden Untersuchungen für alle Korridorvarianten – den Vorschlagskorridor, die Alternative sowie das weitere Korridornetz - in der gleichen Detailtiefe durchgeführt werden. Erst am Ende der Bundesfachplanung wird die Genehmigungsbehörde einen Korridor festlegen.

SuedLink soll ab 2025 als Gleichstrom-Erdkabelverbindung die windreichen Regionen Norddeutschlands mit Bayern und Baden-Württemberg verbinden. Sie wird in Wilster und Brunsbüttel beginnen; Endpunkte sind Grafenrheinfeld und Großgartach. Das Projekt ist in insgesamt fünf Teilabschnitte aufgeteilt, für die die Vorhabenträger jeweils die Bundesfachplanung beantragen. Auf den Antrag zum ersten Abschnitt folgen bis Ende April die Anträge für die weiteren Abschnitte. TenneT und TransnetBW werden ab Ende März Planungsstand und weitere Beteiligungsmöglichkeiten auf Bürger-Informationsveranstaltungen vorstellen.

Dem Antrag vorausgegangen war im Herbst 2016 die Vorstellung von möglichen Korridorvorschlägen. Deren Planung sowie die des aktuellen Korridornetzes basieren auf dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Erdkabelvorrang sowie weiteren Vorgaben durch die Genehmigungsbehörde. TenneT und TransnetBW führten im vergangenen Herbst ein umfangreiches informelles Beteiligungsverfahren mit insgesamt 36 Info-Foren und rund 5.000 Teilnehmern durch und stellten ein innovatives Online-Beteiligungstool bereit. Bürger, Kommunen, Verbände und Politik gaben ca. 7.000 Hinweise zu den Planungen ab, die zu Änderungen bei den im Herbst vorgestellten möglichen Korridorvorschlägen geführt haben.

Nach Einreichung der Anträge wird die Bundesnetzagentur die Unterlagen prüfen und Antragskonferenzen ausrichten, zu denen Träger öffentlicher Belange, Umweltverbände und Landesbehörden eingeladen sind und an denen alle interessierte Bürger teilnehmen können. Am Ende der Bundesfachplanung wird die Behörde einen Trassenkorridor festlegen. Dieser wird Ausgangspunkt für das darauf folgende Planfeststellungsverfahren sein, das über den genauen Verlauf der Verbindung innerhalb des Korridors entscheiden wird.

Unter http://www.tennet.eu und http://www.transnetbw.de/suedlink finden sich Karten zum vorläufigen Vorschlagskorridor, zur durchgängigen Alternative und weiteren mögliche Korridorverläufen sowie Erläuterungen zu allen Themen rund um die Planung von SuedLink und sukzessive die Termine der Informationsveranstaltungen.

Ansprechpartner

TenneT TSO GmbH
Ulrike Hörchens
T +49 921 50740 4045
M +49 151 17131120,
ulrike.hoerchens@tennet.eu

TransnetBW GmbH
Annett Urbaczka
T +49 711 21858 3567
M +49 170 844 8442
a.urbaczka@transnetbw.de

Alexander Schilling
Alexander SchillingPressesprechera.schilling@transnetbw.de+49 711 21858-3449