380-kV-Netzverstärkung Eichstetten – Bundesgrenze Frankreich

Von der Planung zum Bau

Die Netzplanung

TransnetBW plant gemeinsam mit anderen Übertragungsnetzbetreibern den bundesweiten und europäischen Netzausbau. Die BNetzA nimmt regelmäßig Vorschläge der Übertragungsnetzbetreiber zum Ausbaubedarf des Stromnetzes auf, überprüft diese und initiiert einen mehrjährigen Dialogprozess. Danach bestätigt die BNetzA Projekte und Maßnahmen oder lehnt diese ab. Das Ergebnis wird im NEP festgehalten.

Im Netzentwicklungsplan Strom 2019 (NEP) ist die Notwendigkeit zur Erhöhung der Transportkapazität für die Freileitung zwischen Eichstetten und der deutsch-französischen Bundesgrenze festgelegt (Projekt P176, Maßnahme 387). Im März 2021 hat die BNetzA den Bedarf für den Ersatzneubau der Freileitung im Bundesbedarfsplangesetz (BBPIG) bestätigt. Mit Aufnahme in das BBPIG als Vorhaben 72 wurden die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf des Projektes bestätigt und gesetzlich festgestellt.

Vorbereitung auf das Planfeststellungsverfahren

Für das Planfeststellungsverfahren bereitet TransnetBW umfangreiche Unterlagen vor. Sie beinhalten u. a. die Trassenpläne, die Fachbeiträge Umwelt und eine genaue Erläuterung des geplanten Vorhabens.

Das Planfeststellungsverfahren

Für das Vorhaben 380-kV-Netzverstärkung Eichstetten – Bundesgrenze (FR) wird ein Planfeststellungsverfahren gemäß §§ 18 ff. des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) durchgeführt. Im Rahmen dieses Genehmigungsschrittes entscheidet die BNetzA über die konkrete Umsetzung des Vorhabens. Wesentliche Schritte des Planfeststellungsverfahrens sind:

  • Das Planfeststellungsverfahren beginnt, indem TransnetBW einen Antrag auf Planfeststellung nach § 19 des NABEG stellt. Der Antrag enthält u. a. den Antragsgegenstand, eine Planrechtfertigung mit der Begründung und Beschreibung des geplanten Vorhabens sowie Erläuterungen zu dessen umweltrelevanten Wirkungen.
  • Nach Eingang des Antrags führt die BNetzA eine Antragskonferenz mit den Trägern öffentlicher Belange durch. Die Antragskonferenz ist öffentlich. Die BNetzA legt aufgrund der Erkenntnisse der Antragskonferenz einen Untersuchungsrahmen für die Planfeststellung fest und bestimmt den erforderlichen Inhalt der nach § 21 des NABEG einzureichenden Unterlagen.
  • TransnetBW erstellt auf Grundlage dieser Festlegungen die vollständigen und umfassenden Antragsunterlagen und reicht diese bei der BNetzA ein.
  • Die BNetzA prüft die eingereichten Unterlagen innerhalb eines Monats auf Vollständigkeit. Wird die Vollständigkeit der Unterlagen festgestellt, findet die Öffentlichkeitsbeteiligung statt.
  • Die Antragsunterlagen werden in den betroffenen Gemeinden über einen Zeitraum von vier Wochen zur Einsicht ausgelegt und im Internet veröffentlicht, sodass sich die von dem Vorhaben betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange schriftlich zu dem Vorhaben mit ihren Anregungen und Bedenken äußern können.
  • Nach Prüfung und Beantwortung der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen durch den Vorhabenträger führt die BNetzA einen Erörterungstermin durch, in dessen Rahmen die noch offen gebliebenen Einwendungen und Stellungnahmen gemeinsam diskutiert werden.


Den Abschluss bildet die Genehmigung des Vorhabens. Die BNetzA entscheidet im sogenannten Planfeststellungsbeschluss unter Abwägung aller vorgebrachten Belange über den genauen Leitungsverlauf mit den einzelnen Maststandorten und die technische Umsetzung des Vorhabens.

Der genaue Ablauf einer Planfeststellung nach §§ 18 ff. des NABEG kann hier abgerufen werden.

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