Rippolingen – Istein

Projektporträt

Nach über 60 Jahren wird die Höchstspannungsleitung zwischen Rippolingen und Istein bei laufendem Betrieb erneuert. Damit stellt TransnetBW den reibungslosen Stromtransport in der Region und darüber hinaus sicher.

HINTERGRUND

Modernisierung der Leitungsanlagen

Die Leitungsanlage 5150 beginnt bei Rippolingen in der Gemeinde Bad Säckingen, bindet das Umspannwerk Kühmoos ein und endet nach rund 13 Kilometern im Umspannwerk Schwörstadt. Die Leitungsanlage 7550 verläuft vom Umspannwerk Kühmoos bis zur französischen Landesgrenze bei Istein in der Gemeinde Efringen-Kirchen und ist etwa 35 Kilometer lang. TransnetBW teilt die Arbeiten an den zwei Leitungsanlagen in drei aufeinanderfolgende Abschnitte auf. Abschnitt 1 ist dabei noch einmal in die Abschnitte 1a und 1b unterteilt.

05 10 km Ersatzneubau Rippolingen – Istein

Ziel

Ersatzneubau und Netzverstärkung

Als Übertragungsnetzbetreiber ist TransnetBW gemäß § 11 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verpflichtet, in seinem Verantwortungsgebiet ein sicheres und leistungsfähiges Energieversorgungsnetz zu betreiben, zu warten und bedarfsgerecht auszubauen. 


Der Großteil der Stromkreise auf den beiden Leitungsanlagen, zwischen Rippolingen und Istein, wird bereits heute mit 380 Kilovolt betrieben. Mit der zusätzlichen Netzverstärkung einzelner Stromkreise in den Gemeinden Rickenbach, Wehr und Schwörstadt von heute 220 auf dann 380 Kilovolt wird das Übertragungsnetz noch leistungsfähiger. Dies garantiert eine sichere und zuverlässige Stromversorgung in der Region für die nächsten Generationen. Die Netzverstärkung wird nach dem NOVA-Prinzip umgesetzt.

Geräuschminimierung

Die Geräuschimmissionen der Anlage sollen reduziert werden. Dafür legt TransnetBW dickere Leiterseile auf die Masten, setzt 4-er Bündel ein und passt die Mastgeometrie in Konfliktbereichen an. 

Sichere Versorgung

TransnetBW sorgt dafür, dass regenerativ erzeugte Energie aus der Region besser in das Netz eingespeist werden kann. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende.

Aktueller Stand

Genehmigungsplanungsphase

Die von uns im Rahmen der Vorplanung durchgeführte Raumwiderstandsanalyse hat ergeben, dass bei einem Ersatzneubau im Bestandskorridor keine raumordnerischen Konflikte zu erwarten sind. Im Zuge einer Raumwiderstandsanalyse werden räumliche Gebietsausweisungen und Objekte, insbesondere der Infrastruktur, numerisch hinsichtlich ihrer Vereinbarkeit mit unserem Ersatzneubauvorhaben klassifiziert (Zahlen von 1 bis 10). Im Ergebnis ergibt sich ein “Widerstandsgebirge”. Durch dieses Widerstandsgebirge lassen sich die “Kosten”, d.h. die aufsummierten Widerstände zwischen zwei Punkten numerisch ermitteln. Das Ergebnis lässt sich in einer “Heatmap”, einer Karte, die besser und weniger gut geeignete Räume für die Trassierung farblich wiedergibt, darstellen.

Zum Ende des Jahres 2024 hat TransnetBW die ausgearbeiteten Planfeststellungsunterlagen für die Abschnitte 2 und 3 beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht. Das Regierungspräsidium hat am 3. April 2025 das Planfeststellungsverfahren eröffnet. Am 22. Juni hat die Behörde mit dem Planfeststellungsbeschluss den Bau der beiden Leitungsabschnitte genehmigt.

Zum Ende des Jahres 2025 hat TransnetBW die ausgearbeiteten Planfeststellungsunterlagen für den Abschnitt 1a beim Regierungspräsidium Freiburg eingereicht. Das Regierungspräsidium hat am 20. April 2026 das Planfeststellungsverfahren eröffnet.

Die Detailtrassierung für den Abschnitt 1b wurde am 20. Mai 2026 auf dem Bürgerinfomarkt in Rümmingen öffentlich vorgestellt. Im nächsten Schritt wird das Regierungspräsidium Freiburg das Planfeststellungsverfahren eröffnen.

Über den Stand der aktuellen Planung in den Abschnitten informiert TransnetBW hier auf der Webseite, vor Ort und im Newsletter. Alle weiteren Informationen und die auf unseren Infomärkten bisher gezeigten Inhalten finden Sie darüber hinaus in der Mediathek.

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