Inno-Forum 2027

Agenda

Übersicht

Dr. Werner Götz – „TransnetBW ist digitaler Enabler der Energiewende“

Plenum I: Digitale Energiewende-Lösungen: Risiko oder Notwendigkeit für ein resilientes Energiesystem 
Raum: Hörsaal M17.01

Der Betrieb des Energiesystems wird zunehmend von volatilen Einspeisungen, dezentralen Flexibilitäten und digitalen Technologien geprägt. Prognosen, Messdaten und digitale Systeme werden damit zu einer zentralen Grundlage für sichere Betriebsentscheidungen. Doch wie gelingt es, auch unter Unsicherheit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten?

In seiner Keynote zeigt Dominik Schlipf anhand praktischer Beispiele aus der Systemführung, welche Auswirkungen Prognoseabweichungen auf den Netzbetrieb haben und mit welchen Ansätzen – von verbesserten Prognosen über Monitoring bis hin zu neuen digitalen Werkzeugen – diesen Herausforderungen begegnet wird. Im anschließenden Podium diskutieren Vertreter aus Übertragungs- und Verteilnetzbetrieb, Industrie, Wissenschaft und Digitalisierung, wie Transparenz, Daten und intelligente Entscheidungen die Resilienz des Energiesystems stärken können und welche neuen Abhängigkeiten dabei entstehen.

Leitfrage der Session:
„Was ist der wichtigste Baustein für ein resilientes Energiesystem der Zukunft: Transparenz, Prognosequalität, Flexibilität oder Automatisierung?“

Moderation: Tobias Egeler, TransnetBW

  • 10:00 – 10:20 Uhr Key Note „Zwischen Prognose und Realität: Digitale Lösungen für einen resilienten Systembetrieb“ Dr. Dominik Schlipf

3min Elevator Pitch und Podiumsdiskussion (10:20 – 11:00 Uhr)

  • Dr. Oliver Strangfeld, TransnetBW – „Die Systemführung muss heute bereits mit Prognosefehlern, ungeplanten Lastverschiebungen und volatilen Einspeisungen umgehen. Wo sehen Sie für die nächsten zehn Jahre das größte Risiko für die Systemsicherheit: mangelnde Transparenz, mangelnde Flexibilität oder mangelnde Koordination der Akteure?“
  • Prof. Dr. Veit Hagenmeyer, KIT – „Die Energiewende erhöht die Komplexität des Gesamtsystems massiv. Wie verhindern wir, dass wir ein hochoptimiertes, aber gleichzeitig immer fragileres Energiesystem aufbauen?“
  • Oliver Deuschle, SMIGHT GmbH – „Viele Entscheidungen im Netzbetrieb basieren heute noch auf Modellannahmen und Hochrechnungen. Wie wichtig wird es künftig sein, den tatsächlichen Zustand des Verteilnetzes nahezu in Echtzeit zu kennen?“
  • Selma Lossau, NetzeBW – „Im Verteilnetz treffen die Energiewende und die Digitalisierung unmittelbar aufeinander. Welche Information oder Fähigkeit würde Ihnen heute den größten Mehrwert für einen resilienteren Netzbetrieb liefern?“

Session I-1: Innovative Systemführung
Raum: Hörsaal M17.01

Wie können neue Technologien, Methoden und Organisationsansätze dazu beitragen, den Systembetrieb fit für die Zukunft zu machen? Die Session „Innovative Systemführung“ gibt Einblicke in unterschiedliche Innovationsfelder entlang der Systemführung: von optimierungsbasiertem Echtzeit-Redispatch über Open-Innovation-Ansätze und den IT-Wandel im Systembetrieb bis hin zu neuen Lösungsansätzen mit PSI. Die Vorträge zeigen aus verschiedenen Perspektiven, wie Innovationen entstehen, bewertet und in die Praxis überführt werden können.

Moderation: Rebecca Härle, TransnetBW

  • Dr. Jochem De Schutter, TransnetBW – „Echtzeit-Redispatchoptimierung: Entwicklung eines Prototypen für optimierungsbasiertes Engpassmanagement in der Echtzeit“
  • Maik Rienecker, TenneT TSO GmbH – „Was, wenn die Lösung längst existiert? – Open Innovation: Hintergründe, Vorgehen, Mehrwert und Erfahrungen aus der Praxis“

Session I-2: Digitale öffentliche Infrastruktur der EW
Raum: Hörsaal M17.02

Die Energiewirtschaft wird digitaler, dezentraler und automatisierter. Dafür braucht es eine gemeinsame digitale Infrastruktur, die Daten, Identitäten und Nachweise sicher und interoperabel nutzbar macht. Die Session zeigt den Weg von Datenräumen zu Wertschöpfungsräumen, beleuchtet die Rolle von Business Wallets und Identitätsregistern und verbindet diese Bausteine zu einer Digital Public Infrastructure für die Energiewende. Eine Demo macht greifbar, wie digitales Vertrauen organisationsübergreifend und automatisiert umgesetzt werden kann.

Moderation: Dr. Rainer Enzenhöfer, TransnetBW

  • Prof. Dr. Jens Strüker & Leo Schick, Fraunhofer FIT – „Trust in Action – Live-Demo einer Digital Public Infrastructure für die Energiewende“
  • Linda Rülicke, Fraunhofer IEE – „Von Datenräumen zu Wertschöpfungsräumen – warum Interoperabilität entscheidend ist?“
  • Dr. Carsten Stöcker, Spherity – „Business Wallets als Schlüssel für automatisierte Flexibilitätsmärkte“
  • Dr. Lars Nolting, TenneT – „Warum die Energiewirtschaft Identitätsregister braucht!“

Plenum II: Vom Pilot in die Fläche: Wie verändert Redispatch 3.0 den Netzbetrieb? 
Raum: Hörsaal M17.01

Moderation: xxxx

  • Marco Gehrmann, FGH – “RD3.0 im skalierten System”
  • Irene Witte, SMIGHT GmbH – „Die Perspektive des Verteilnetzes“
  • xxx – „Die Perspektive der Aggregatoren“
  • Nikolai Klempp, TransnetBW – „Vom Pilot zum Markt: Wie kann Redispatch 3.0 skaliert werden?“

Session II-1: Modelle für einen besseren Netz-/systembetrieb
Raum: Hörsaal M17.01

Modelle helfen dabei, die komplexen Wechselwirkungen im Energiesystem transparent zu machen und fundierte Entscheidungen für einen sicheren, resilienten und effizienten Netz- und Systembetrieb zu treffen. Die Session beleuchtet anhand unterschiedlicher Modellierungsansätze, wie die Widerstandsfähigkeit des Stromsystems – insbesondere beim Systemwiederaufbau – gestärkt werden kann, welche Flexibilitäts- und Speichertechnologien künftig den größten volkswirtschaftlichen Beitrag leisten und wie ein leicht zugängliches Stromsystem-Modell Zusammenhänge verständlich vermittelt und die Orientierung im Vorfeld strategischer Entscheidungen unterstützt.

Moderation: Dr. Ninghong Sun, TransnetBW

  • Prof. Dr. Tom Brown, TU Berlin & PyPSA Labs gGmbH – „Energieresilienz in Deutschland: Analyse anhand des Energiesystemmodells PyPSA“
  • Prof. Dr. Kai Hufendiek, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), Universität Stuttgart – „Flexibilitäten im Energiesystem: Wer wird gewinnen?“
  • Bernhard Staiber, Intuity – „Zusammenhänge greifbar machen — Ein Stromsystem-Modell für fundierte Entscheidungen in der Energiewende“

Session II-2: Digitalisierung als Enabler für Flex aus komplexen Netzanschlüssen
Raum: Hörsaal M17.02

Digitale Technologien schaffen die Grundlage dafür, Flexibilität auch aus komplexen Netzanschlüssen und Liegenschaften für das Energiesystem nutzbar zu machen. Die Session zeigt anhand praxisnaher Lösungen, wie technische Komponenten, Rollen und Prozesse zusammenspielen müssen, um flexible Lasten in Logistikdepots, Gewerbe oder Parkhäusern zu erschließen und dezentrale Erzeugung und Verbrauch mithilfe von intelligenten Systemen zu koordinieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Herausforderungen bei Messung, Steuerung und Optimierung sowie die Frage, wie vielfältige Anlagen und Nutzer unter realen Bedingungen system- und netzdienlich integriert werden können.

Moderation: Dr. Nora Baumgartner, TransnetBW

  • Dr. Michael Zürn, COBIS GmbH & Co. KG – „Erschließung von Flexibilität aus Liegenschaften – Herausforderungen bei mehreren Anlagen hinter einem Netzanschluss“
  • Dr. Christoph Pellinger, FfE – „Last aus Depots in RZ TBW + Einblick in Herausforderungen aus der Logistik“
  • Philipp Metzler, ChargeHere GmbH – „Erschließung von Flexibilität aus Parkhäusern – technische Lösung und praktische Erfahrung“
  • Dr. Birgit Haller, OLI Systems GmbH – „Optimierung von Energy Sharing Communities via HEMS – ein Praxisbeispiel“

Afterwork
Raum: Foyer

  • Essen
  • Getränke
  • Musik
  • Tischkicker