
Inno-Forum 2027
Projekte
Forschung und Innovationen sind der Schlüssel für die Energieversorgung von morgen. Digitale innovative Energiewende-Lösungen gelingen nur in Kooperation mit unseren Partnern, mit welchen wir in verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammenarbeiten. Hier ein Überblick.
Innovative Systemführung
Echtzeit-Redispatchoptimierung
Entwicklung eines Prototypen für optimierungsbasiertes Engpassmanagement in der Echtzeit
Partner: 4 ÜNB Projekt (50Hertz, Amprion, TenneT), Fachhochschule Nordwestschweiz, Universität Freiburg
TenneT Open Innovation Challenge
New Business and Incentive models to system- and grid-friendly Integration of Small Scale Photovoltaic (PV) Systems
Partner: TenneT
MSHIP
IT-Transition im Systembetrieb
Dezentrale Netzwerke / SSI
SSI Wallet-Laden
Entwicklung und Erprobung einer SSI-basierten Wallet-Infrastruktur für das Laden von Elektrofahrzeugen. Durch dezentrale digitale Identitäten und verifizierbare Nachweise können Nutzer, Fahrzeuge, Ladepunkte und Energiedienstleistungen sicher, interoperabel und datensouverän miteinander interagieren. Damit werden innovative Lade-, Abrechnungs- und Energiewende-Anwendungsfälle über Organisationsgrenzen hinweg ermöglicht.
Partner: Fraunhofer IAO, Fraunhofer FIT, Spherity, 51nodes
EdX-BANULA-Kopplung
Erprobung der Anbindung virtueller Bilanzierungsgebiete an einen souveränen Energiedatenraum, damit Lade-, Vertrags- und Energiedaten sicher, interoperabel und organisationsübergreifend ausgetauscht werden können. Digitale Identitäten und Wallets stellen sicher, dass jeder Akteur automatisiert genau die Informationen erhält, für deren Nutzung er berechtigt ist.
Partner: Fraunhofer IEE, OLI Systems
SkIES
Entwicklung und Erprobung einer SSI-basierten Vertrauensinfrastruktur für Energy Sharing nach § 42c EnWG, damit Mitgliedschaften, Rollen und statische Aufteilungsschlüssel sicher verwaltet und berechtigten Marktakteuren automatisiert bereitgestellt werden können.
Partner: 51nodes
V5-Ready
Technische Erprobung der Umsetzung zukünftiger V5-Prozesse über den Datenraum energy data-X. Das Projekt untersucht, wie Anlagen-, Zertifikats-, Hersteller- und Betriebsdaten aus bestehenden Registern und Datenquellen sicher, rollenbasiert und organisationsübergreifend bereitgestellt werden können. Digitale Identitäten, Berechtigungen und Vertrauensmechanismen ermöglichen dabei einen automatisierten Zugriff auf die jeweils relevanten Informationen und schaffen die Grundlage für Monitoring- und zukünftige Parametrisierungsprozesse im Energiesystem.
Partner: TenneT, Fraunhofer IOSB-AST, Fraunhofer IEE, Fraunhofer FIT, 50Hertz, Amprion, TransnetBW, EAM, TEN, VSE, FGW, FNN, DKE, regiocom, Phoenix Contact, Schneider Electric, Siemens, Spherity, dena
FRITZ
Entwicklung eines Flexibilitätsinformationssystems mit digitalen Nachweisen für Anlagen, Rollen und Flexibilitätspotenziale. Trust-Zertifikate, Register und intelligente Auswertungen schaffen eine vertrauenswürdige Grundlage für die Einbindung dezentraler Flexibilitäten in zukünftige Netz- und Marktprozesse
Partner: 51nodes, EnBW, Fraunhofer IAO, Fraunhofer FIT, Honda, Smight, Spherity, Stadtwerke Saarlouis, TenneT
Wie verändert Redispatch 3.0 den Netzbetrieb?
DataFlex
Im Forschungsprojekt DataFleX wird untersucht, wie dezentrale Kleinstflexibilitäten in den Redispatch integriert und für das Engpassmanagement nutzbar gemacht werden können. Dafür werden Datenökosysteme sektorenübergreifend verknüpft, standardisierte und automatisierte Datenaustauschprozesse entwickelt. Neben der technischen Umsetzung betrachtet das Projekt auch die notwendigen Marktprozesse, die Koordination zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern sowie die Skalierung auf eine große Zahl dezentraler Anlagen.
Partner: TenneT Germany, Siemens, E.ON, FfE, mehrere Fraunhofer-Institute, FGH, d-fine
Netz-/systembetrieb
Energieresilienz in Deutschland
Die Stromnetze in Deutschland sind zunehmend Angriffen ausgesetzt. Gleichzeitig wächst durch die Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie die Abhängigkeit von einer sicheren Stromversorgung. Mithilfe des offenen Energiesystemmodells PyPSA-Eur untersuchen wir, wie sich die Resilienz des Stromsystems erhöhen lässt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Möglichkeiten des Systemwiederaufbaus nach einem großflächigen Stromausfall.
Partner: TU Berlin & PyPSA Labs gGmbH
Flexibilitäten im Energiesystem
Dass wir in einem erneuerbar dominierten Energiesystem der Zukunft Flexibilität oder steuerbare Leistungen benötigen ist unstrittig. Nur welche Technologien und wie viel davon benötigen wir und welche wird das „Rennen“ machen? Dieser Frage widmete sich eine modellbasierte Analyse des IER, die im Rahmen des durch das BMFTR geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne durchgeführt wurde. Dabei standen u.a. verschiedene Demand Response Technologien im Bereich der Wärmeerzeugung, Elektromobilität oder Solar Home Systems aber auch in der industriellen Produktion zur Verfügung, die ebenso wie unterschiedliche Speichertechnologien, wie z.B. Batteriespeicher oder klassische Pumpspeicher unterschiedliche techno-ökonomische Eigenschaften aufweisen und daher unterschiedliche Rollen im Energiesystem der Zukunft übernehmen. Welche Rolle übernimmt also welche Technologie, wie gut kann sie durch eine andere in dieser Rolle ersetzt werden und welche Technologien bieten, wenn sie ins das System kommen, die höchste volkswirtschaftliche Effizienz? Welcher Wertbeitrag kann von ihr erwartet werden?
Partner: IER der Universität Stuttgart
Zusammenhänge greifbar machen
Entscheidungen für das Energiesystem wirken oft in mehreren Dimensionen zugleich – auf den Preis, die Versorgungssicherheit, die Umweltverträglichkeit. Genau diese Wechselwirkungen macht das Stromsystem-Modell von TransnetBW sichtbar: Es ist ein transparentes Wissenswerkzeug, das den Zugang zu den vielschichtigen Zusammenhängen des Energiesystems spielerisch öffnet. Statt exakter, aber langsamer Antworten liefert das Modell schnelle, nachvollziehbare erste Einschätzungen – als Grundlage für Akteure, die im Vorfeld von Entscheidungen Orientierung suchen. Der Vortrag zeigt, wie das Modell zu einer ausgewogenen, faktenbasierten Diskussion um die Gestaltung des deutschen Energiesystems beiträgt.
Partner: Intuity Media Lab
Elektromobilität / Sektorkopplung
BID-EV
Untersuchung und Feldversuch verschiedener energiewirtschaftlicher Anwendungsfälle im Kontext zu Flexibilität aus bidirektional elektrischen Vans an einem Logistikstandort.
Partner: Mercedes-Benz, Consolinno energy, FfE, TransnetBW, Universität Stuttgart, Stadtwerke Sindelfingen, CobisFfE detect
Mit der zunehmenden Elektrifizierung des Logistikverkehrs gewinnt eine fundierte Datenbasis für Netz- und Ladeinfrastrukturplanung an Bedeutung. Gleichzeitig fehlt in vielen Netzgebieten Transparenz über Logistikstandorte, Lkw-Stellplätze, deren Nutzung sowie die beteiligten Unternehmen. Diese Informationen sind sowohl für die Netzplanung und Lastprognosen als auch für die Integration dezentraler Flexibilitäten ins Engpassmanagement relevant.
Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) begegnet dieser Herausforderung durch die Verknüpfung hochauflösender Geodaten, KI-basierter Analysen und eigener Projekterfahrung. Logistikdepots, Lkw-Stellplätze und Fahrzeugflotten werden mithilfe von Registern, Luftbildern, KI-gestützter Objekterkennung und OpenStreetMap-Daten identifiziert und räumlich verortet. Darauf aufbauend werden die zugehörigen Unternehmen automatisiert erfasst sowie Ladebedarfe und energiewirtschaftlich relevante Leistungspotenziale abgeleitet. So entsteht eine durchgängige Analysekette zur Bewertung der Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs und ihrer Auswirkungen auf das Energiesystem.
Partner: FfE
DataFlex
Sektorenübergreifende Datenvernetzung für den Einsatz von Elektromobilität im Redispatch
Im DataFleX-Projekt werden Datenökosysteme sektorenübergreifend miteinander verknüpft und so eine echte Sektorkopplung zwischen Energie, Mobilität und weiteren Anwendungen ermöglicht. Über standardisierte und automatisierte Datenaustauschprozesse werden Informationen zusammengeführt und für den Netzbetrieb nutzbar gemacht. Dadurch können Flexibilitätspotenziale aus einer Vielzahl von Elektrofahrzeugen systematisch erschlossen und in energiewirtschaftliche Prozesse integriert werden. Die bestehende Redispatch-Plattform DA/RE bildet dabei die Grundlage für die Umsetzung und wird im Projekt weiterentwickelt.
Partner: TenneT Germany, Siemens, E.ON, FfE, mehrere Fraunhofer-Institute, FGH, d-fine
SkIES
Die gemeinschaftliche Nutzung von Energie über Gebäudegrenzen hinweg eröffnet neue Perspektiven für ein effizientes Energiesystem. Unter dem Begriff Energy Sharing werden Ansätze verstanden, bei denen mehrere Akteure – etwa Haushalte, Energiegemeinschaften oder Kommunen – gemeinsam erzeugte Energie nutzen und untereinander aufteilen. So kann regionale Erzeugung besser mit dem regionalen Verbrauch abgestimmt werden – was die Akzeptanz erhöhen und auch zu einer Entlastung des Gesamtsystems beitragen könnte.
In dem geförderten Projekt SkIES – Skalierbare Integration von Energy Sharing – untersuchen wir wissenschaftliche Grundlagen, technische Konzepte, rechtliche Fragestellungen, damit Energy Sharing Ansätze in Deutschland umgesetzt und in bestehende Strukturen integriert werden können.
Partner: dena, OctopusEnergy, Theben, Decarbon1ze, e.on/bayernwerk, 1KOMMA5, SMA, EWE, Mainova, FfE