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Projektkommunikation
TransnetBW GmbH
Pariser Platz
Osloer Straße 15-17
70173 Stuttgart
Hotline: Mo.-Fr. 9-12 + 13-20 Uhr,
Feiertage ausgenommen.
Umspannwerk Engstlatt
TransnetBW legt großen Wert auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns!
dialog beim netzausbau
Der Dialog mit der Öffentlichkeit ist ein zentraler Baustein bei der Planung und Umsetzung des Netzausbaus. Konkrete Informationen zu aktuellen Entwicklungen erhalten Sie über unsere Projektwebsite sowie die örtlichen Medien.
Wir sind auch gerne persönlich für Sie da! Kontaktieren Sie uns per E-Mail: dialognetzbau@transnetbw.de. Außerdem stehen wir Ihnen über unsere kostenfreie Hotline +49 (800) 380470-1 von Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 20:00 Uhr zur Verfügung.
FAQ
Die TransnetBW GmbH betreibt das Strom-Übertragungsnetz in Baden-Württemberg. Mit diesem Transportnetz sichert sie die Stromversorgung in der Region, in Deutschland und in Europa. Sie steuert und kontrolliert die Energieflüsse im Netz, sorgt für Instandhaltung, Netzplanung und Netzentwicklung. Zahlreiche Stromhändler, Kraftwerks- und Verteilnetzbetreiber im In- und Ausland zählen zu ihren Kunden und Partnern. Vertiefte Informationen finden Sie hier.
In Deutschland gibt es mit Amprion, 50Hertz und TenneT drei weitere Übertragungsnetzbetreiber, die in unterschiedlichen Teilen Deutschlands für das Übertragungsnetz zuständig sind. Gemeinsam mit den angrenzenden Verbundpartnern in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz werden auch die für den grenzübergreifenden Stromtransport erforderlichen Übertragungskapazitäten zur Verfügung gestellt. So leistet das Übertragungsnetz einen wichtigen Beitrag für den deutschen und den europäischen Stromtransport.
Die Stromnetz-Infrastruktur in Deutschland besteht aus dem Übertragungsnetz und den Verteilnetzen. Sie lässt sich mit dem Straßennetz vergleichen: Das Übertragungsnetz dient als Autobahn. Es transportiert den Strom über weite Strecken mit einer Spannung von 220 oder 380 Kilovolt (kV), der sogenannten Höchstspannung. Die Verteilnetze sind die Landstraßen. Sie verteilen den Strom mit einer Hochspannung von 110 Kilovolt. Das Mittel- und Niederspannungsnetz wiederum transportiert den Strom mit Spannungen von 10, 20 oder 30 kV in die Kommunen weiter. Bevor die Stromleitungen die Steckdosen erreichen, wird der Strom auf 400 Volt beziehungsweise 230 Volt gedrosselt.
Die Umspannwerke sind die Knotenpunkte im Übertragungsnetz. Hier werden analog zum Straßennetz Autobahnen, Landstraßen und Zubringer unserer Energieversorgung miteinander verknüpft. Weitere Informationen zu Umspannwerken liefert unsere Broschüre.
Etwa 80 Transformatoren verbinden das Übertragungsnetz von TransnetBW mit den Verteilnetzen in Baden-Württemberg. Über diese Zugänge werden international bedeutende Industrieunternehmen und mehr als 11 Millionen Menschen in Baden-Württemberg mit Strom versorgt.
Die Strominfrastruktur steht vor großen Herausforderungen. Erstens verlagert sich die Stromerzeugung räumlich. Ökostrom wird überwiegend in Küstennähe fern der Verbrauchszentren erzeugt. Deshalb muss Strom über weite Strecken transportiert werden. Zweitens steigt der Strombedarf enorm, weil viele Sektoren mittels Strom dekarbonisiert werden sollen. Bis 2045 ist mit einer Verdopplung des heutigen Bruttostromverbrauchs zu rechnen. Unser Stromnetz – Leitungen und Anlagen – muss also dringend fitgemacht werden, um mehr Strom über weitere Strecken zu transportieren.
Wie alle Netzausbau-Projekte von TransnetBW folgt die Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerks Engstlatt im laufenden Betrieb dem NOVA-Prinzip: Netz-Optimierung vor Netz-Verstärkung vor Netz-Ausbau.
NOVA steht für Netz-Optimierung vor Netz-Verstärkung vor Netz-Ausbau. Laut diesem von den Übertragungsnetzbetreibern im Rahmen der Netzplanung anzuwendenden Prinzip hat Netzoptimierung Vorrang vor Netzverstärkung und hat Netzverstärkung Vorrang vor Netzausbau. Zu den Maßnahmen der Netzoptimierung zählen Änderungen der Netztopologie und des Leistungsflusses, die Spannungsumstellung von 220 auf 380 Kilovolt oder der witterungsabhängige Leitungsbetrieb mit dem Ziel, das bestehende Netz engpassfrei zu betreiben.
Zu den Maßnahmen der Netzverstärkung zählen der Austausch von Betriebsmitteln gegen leistungsstärkere Komponenten, die Erweiterung von bestehenden Umspannwerken und Schaltanlagen, zum Beispiel um zusätzliche Schaltfelder und/oder Sammelschienen, die Zu- und Umbeseilung von Stromkreisen sowie ein Neubau von Leitungen in bestehenden Trassen. Diese Maßnahmen werden in den Abbildungen des Netzentwicklungsplans (NEP) durch deckende blaue Flächen beziehungsweise Linien dargestellt.
Zu den Maßnahmen des Netzausbaus zählen der Neubau von Umspannwerken und Schaltanlagen oder Leitungen in neuen Trassen. Diese Maßnahmen werden in den Abbildungen des NEP durch schraffierte gelbe Flachen dargestellt. Der Zubau von Transformatoren, Blindleistungskompensationsanlagen oder wirkleistungssteuernden Betriebsmitteln in bestehenden Umspannwerken und Schaltanlagen wird durch schraffierte gelbe Flachen mit blauer Umrandung in den Karten eingetragen und als „Ausbau bestehender Anlagen“ bezeichnet.
Im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes hat TransnetBW als unabhängiges Unternehmen die Aufgabe, eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Stromversorgung zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund müssen die Stromnetze an die Herausforderungen der Zukunft angepasst werden.
Die Arbeiten auf der Baustelle finden in der Regel nur werktags statt. Sollten doch einmal zusätzliche Arbeiten in den späten Abend- und Nachtstunden oder am Wochenende notwendig werden, informieren wir im Vorfeld – sofern absehbar – die Anwohnerinnen und Anwohner.
Für die Erneuerung und die Erweiterung des Umspannwerks sowie für die Leitungseinführungen werden separat unterschiedliche Anträge eingereicht und getrennt voneinander bearbeitet.
Gleichzeitig mit den Genehmigungsanträgen für die Leitungseinführungen werden auch standortbezogene Vorprüfungen des Einzelfalls gemäß § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 i. V. m. § 7 Abs. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht.
Für die Leitungseinführung werden die notwendigen Umbaumaßnahmen in zwei Schritten durchgeführt und in einem gemeinsamen Genehmigungsverfahren beantragt. Ein mehrjähriges Freileitungsprovisorium gewährleistet einen sicheren Betrieb der Schaltanlage während der Bauzeit.
Bevor der Ausbau und die Erweiterung des Umspannwerks beginnen, durchläuft das Projekt ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für die Maßnahmen am Umspannwerk.
Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren nach dem BImSchG umfasst auch alle wesentlichen Änderungen innerhalb einer bestehenden Anlage. Im Verfahren müssen sämtliche Auswirkungen einer Anlage auf sogenannte Schutzgüter wie Mensch, Tier, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre und Kultur berücksichtigt und gewürdigt werden. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit ist bei diesem Genehmigungsverfahren nicht vorgesehen.
Ähnlich wie bei einem Verteilerkasten in einem Haus verteilen Schaltanlagen den Strom auf Leitungen der gleichen Spannungsebene. Sie sind "Netzknoten", an denen Leitungen über die sogenannten Sammelschienen miteinander verbunden bzw. entkoppelt werden. Sammelschienen sind dabei eine Ansammlung von Leitern, die als zentraler Verteiler der Energie dienen. Durch die Verteilung des Stroms stehen verschiedene Elemente der Schaltanlage unter Höchstspannung. Diese Elemente dürfen nicht miteinander in Berührung kommen. Daher ist eine so genannte Isolation notwendig. Dies kann durch verschiedene Gase erfolgen oder durch die Luft. Letzteres ist bei freiluftisolierten Schaltanlagen der Fall. Sie benötigen viel Platz, um genug Abstand und somit ausreichend Isolierung zwischen den zahlreichen Elementen zu gewährleisten. Dies spiegelt sich auch in der Baugröße von freiluftisolierten Schaltanlagen wider. Sie sind mehrere tausend Quadratmeter groß und meistens außerhalb von Orten zu finden.
Für die Stromübertragung auf verschiedenen Spannungsebenen wird überwiegend Wechselstrom genutzt. Bei Wechselstrom wechselt der Strom kontinuierlich sein Vorzeichen (Polarität) zwischen Minus und Plus und damit seine Fließrichtung. Dieser Vorzeichenwechsel passiert 50-mal pro Sekunde. Der Strom hat also eine Frequenz von 50 Hertz.
In der Stromversorgung hat sich Wechselstrom zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchgesetzt, weil er einen wesentlichen Vorteil aufweist: Die angelegte Spannung lässt sich mittels eines Transformators flexibel und verlustarm erhöhen und vermindern. So können Verteilnetze verhältnismäßig einfach an das Übertragungsnetz angeschlossen werden. Über die Hoch- und Mittelspannungsebene kann der Wechselstrom somit in die Niederspannungsebene stufenweise herauf- oder heruntertransformiert werden und so an der 230-Volt-Steckdose zu Hause ankommen.
TransnetBW GmbH
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