17. Oktober 2014

Transnet BW informiert Öffentlichkeit über die Konverterstandortsuche für das Netzausbauprojekt ULTRANET

  • Infomarkt für die Region am 21. Oktober in Waghäusel
  • Sieben mögliche Standortflächen für einen Konverter in der Region in vertiefter Prüfung

Stuttgart. Die TransnetBW veranstaltet am 21. Oktober 2014 einen Infomarkt zu ihrem Netzausbauprojekt ULTRANET im Waghäusler Hotel Cristall. Von 15:00 bis 20:00 Uhr sind vor allem die Bürgerinnen und Bürger der Kommunen Waghäusel, Oberhausen-Rheinhausen, Philippsburg und Altlußheim eingeladen, sich einen Überblick über den Stand des Projekts und die Suche nach einem Konverterstandort zu verschaffen. ULTRANET ist eine geplante Gleichstromleitung vom niederrheinischen Osterath bis nach Philippsburg bei Karlsruhe. Der baden-württembergische Übertragungsnetzbetreiber verantwortet dabei den südlichen, von Mannheim nach Philippsburg verlaufenden Abschnitt.

Der von TransnetBW erarbeitete Trassenkorridorvorschlag für ULTRANET in Baden-Württemberg verläuft auf den Gemarkungen aller vier Kommunen. Geplant ist die Realisierung des Projekts in den bereits bestehenden Leitungstrassen vor Ort, ohne die vorhandenen Masten nennenswert zu verändern. Voraussetzung für die weitere Planung ist die Genehmigung des Trassenkorridor-vorschlags durch die Bundesnetzagentur in einem öffentlich-rechtlichen Verfahren, der Bundesfachplanung.

Darüber hinaus sucht die TransnetBW in der Region eine geeignete Fläche für einen Konverterstandort. Ein Konverter wandelt den mit ULTRANET übertragenen Gleichstrom wieder in Wechselstrom um, damit er in das regionale Übertragungsnetz eingespeist werden kann. Die bereits im Frühsommer vorgestellte Untersuchung für potenzielle Konverterstandorte hatte die TransnetBW bereits weiter abgeschichtet. Derzeit befinden sich daraus sieben Standortflächen in der vertieften Untersuchung. Außerdem prüft die TransnetBW aktuell weitere Vorschläge für Konverterstandorte, die aus der Region an das Unternehmen herangetragen wurden.

Im Infomarkt werden die sieben Standortflächen auf den Gemarkungen von Altlußheim, Oberhausen-Rheinhausen, Philippsburg und Waghäusel, die nun vertieft untersucht werden, näher vorgestellt. „Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern noch vor Beginn der formellen Verfahren die Möglichkeit geben mit uns zu diskutieren und sich über den Vorplanungsstand im Gespräch mit Fachleuten zu informieren“, sagt Maria Dehmer, Projektsprecherin ULTRANET bei TransnetBW. Der Infomarkt funktioniert dabei wie ein Marktplatz, auf dem die Besucher mit dem Projektteam der TransnetBW entsprechend ihrer individuellen Interessen und Fragestellungen diskutieren und ihre Anregungen und Hinweise hinterlassen können. Zwischen 15:00 und 20:00 Uhr steht es jedem frei, zu kommen und zu bleiben, wie er möchte: Hotel Cristall, Friedrich-Schott-Straße 5, 68753 Waghäusel.

ULTRANET bildet den südlichen Teil einer der geplanten Gleichstrom-Autobahnen aus Norddeutschland in den Süden. Mit Startpunkt im Raum Osterath soll die Leitung auf ca. 340 Kilometern Länge bis nach Philippsburg reichen. Am Start- und Endpunkt ist je ein Konverter vorgesehen, der den übertragenen Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Das Projekt ist 2013 in das vom Bundestag beschlossene Bundesbedarfsplangesetz aufgenommen worden. Die Gleichstromleitung mit einer Übertragungsleistung von zwei Gigawatt soll ab 2019 den Wegfall der Kernenergieerzeugung am Standort Philippsburg kompensieren. Als Stromleitung in HGÜ-(Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-)Technik ist ULTRANET ein wichtiger Baustein, um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, denn mit HGÜ kann Strom über weite Strecken transportiert werden. Außerdem ermöglicht HGÜ eine verbesserte Nutzung bestehender Stromtrassen durch eine höhere Leistungsdichte. Das heißt: Mit dem Bau von HGÜ-Leitungen wird der Bedarf neuer Stromleitungen im Wechselstromnetz reduziert.

ULTRANET ist ein Gemeinschaftsprojekt von TransnetBW und Amprion. Grundlage der Planungen für ULTRANET ist das erklärte Ziel der beiden Vorhabenträger, die Leitung möglichst auf bestehenden Trassen zu realisieren. So kann der Flächenverbrauch auf ein Minimum reduziert werden. ULTRANET soll gemeinsam mit bereits existierenden 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitungen auf einem Mastgestänge, einem so genannten Hybridsystem, geführt werden. Eine solche Kombination von Gleich- und Wechselstromübertragung in Form von Hybridleitungen gibt es weltweit bisher noch nicht. ULTRANET hat deshalb Pilotcharakter.

Mehr Informationen zum Projekt und zu öffentlichen Veranstaltungen finden sich unter http://www.transnetbw.de/de/uebertragungsnetz/dialog-netzbau/osterath-philippsburg

STROM / NETZ / SICHERHEIT
Als Übertragungsnetzbetreiber mit Sitz in Stuttgart steht die TransnetBW für eine sichere und zuverlässige Versorgung von rund 11 Millionen Menschen in Baden-Württemberg. Wir sorgen für Betrieb, Instandhaltung, Planung und den bedarfsgerechten Ausbau des Transportnetzes der Zukunft. Unsere 220- und 380-Kilovolt-Stromkreise sind rund 3.300 Kilometer lang, unser Netz erstreckt sich über eine Fläche von 34.600 km2. Dieses steht allen Akteuren am Strommarkt diskriminierungsfrei sowie zu marktgerechten und transparenten Bedingungen zur Verfügung. Unser modernes Übertragungsnetz ist das Rückgrat einer zuverlässigen Energieversorgung in Baden-Württemberg und Grundlage für eine funktionierende Wirtschaft und Gesellschaft.

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Alexander Schilling
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