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22. Juni 2021

Neuer Wanderfalkennachwuchs auf Hochspannungsmasten von TransnetBW

Seit rund zehn Jahren unterstützt TransnetBW die Arbeit der AG Wanderfalkenschutz des NABU Baden-Württemberg. In diesem Jahr erblickten insgesamt 17 Jungfalken auf fünf verschiedenen Hochspannungsmasten in der Region Nordbaden das Licht der Welt. In den vergangenen Wochen wurden die Tiere durch TransnetBW und NABU für die weitere Beobachtung beringt. Dabei erklettern Monteure die Nistkästen in bis zu 50 Metern Höhe und lassen die Vögel in einer Box für den Tiertransport per Seilzug ab. Unten angekommen, übernimmt der NABU die Beringung der Vögel, die außerdem gewogen und gemessen werden. Ein schwarzer Ring zeigt die Herkunft vom Strommasten, ein weißer Kennring die individuelle Nummer des Tieres. Manche erwachsenen Falken wurden Jahre später schon in Frankreich oder Belgien gesichtet.

Hintergrund der Kooperation ist der Schutz der Wanderfalken: Noch vor wenigen Jahren war die Population der Tiere bundesweit stark gefährdet. Es fehlte unter anderem an natürlichen Nistmöglichkeiten, zum Beispiel in Steinbrüchen oder Felsbändern. Gleichzeitig versuchten immer mehr Falken erfolglos auf Hochspannungsmasten zu brüten. Die Tiere bauen selbst keine Nester und übernahmen deswegen instabile Vogelnester. Der NABU entwickelte eine Lösung, die gemeinsam mit TransnetBW umgesetzt wurde: Fest installierte Nistkästen, die den Tieren optimale Verhältnisse für die Brut bieten. Seitdem wuchsen mehr als 50 Jungtiere in den ganz besonderen Nestern auf – eine gemeinsame Erfolgsgeschichte und gelebter Naturschutz.

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