Presse­information

20. Dezember 2019

Bundesnetzagentur bestätigt Netzbooster im Raum Kupferzell

Ihr Kontakt

Regina König

Pressesprecherin

T +49 711 21858-3155

Download vCard

  • Netzbooster soll die Übertragungsfähigkeit der bestehenden Leitungen erhöhen

Stuttgart. Der von TransnetBW geplante Netzbooster im Raum Kupferzell ist von der Bundesnetzagentur (BNetzA) bestätigt worden. TransnetBW hat den Bau des Netzboosters im Netzentwicklungsplan (NEP) 2030, Version 2019 erstmals vorgeschlagen. Durch den Einsatz dieser neuen Technologie soll die Übertragungsfähigkeit bestehender Leitungen erhöht werden, ohne die Netzsicherheit zu gefährden. Ziel ist es, den Redispatch-Bedarf zu verringern und den aufgrund erhöhter Ausbauziele für Erneuerbare zusätzlich erforderlichen Netzausbau zu reduzieren.

Im Bereich des Netzknotens Kupferzell ist das Übertragungsnetz schon heute hoch ausgelastet. Diese Belastung wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Ein Netzbooster kann hier eine hohe Wirksamkeit entfalten. Er soll in Zeiten starker Netzauslastung bei Fehlern das System solange entlasten, bis der Engpass durch Eingriffe der Systemführung gezielt behoben werden kann; beispielsweise durch Schaltmaßnahmen oder den Einsatz von Kraftwerken. Der geplante Netzbooster soll eine Leistung von 250 Megawatt haben.

Mit der Bestätigung des Projekts durch die BNetzA geht das Projekt nun in das Verfahren zur Aufnahme in den Bundesbedarfsplan ein.

Hintergrund

Um den zusätzlichen Netzausbaubedarf zu minimieren, wurden im NEP 2030, Version 2019 Innovationen berücksichtigt, die sich in den kommenden Jahren durch den technologischen Fortschritt ergeben könnten. Neben Power-to-X-Anlagen und einem weiterentwickelten witterungsabhängigen Freileitungsmonitoring wurden auch Prototypen von sogenannten Netzboostern berücksichtigt, die eine höhere Auslastung besonders belasteter Stromkreise ermöglichen sollen, ohne dass dabei die Netzsicherheit gefährdet wird. Auf diese Weise sollen Redispatch-Kosten eingespart und der durch die Energiewende notwendige zusätzliche Netzausbau reduziert werden.

Ausführliche Informationen zum NEP 2030, Version 2019 finden Sie unter http://www.netzentwicklungsplan.de. Das Bestätigungsdokument der BNetzA steht auf der Internetseite der BNetzA zur Verfügung.

Nach Oben