Presse­information

18. Februar 2022

Leitungsbauprojekt zwischen Birkenfeld und Punkt Ötisheim: TransnetBW erhält Planfeststellungsbeschluss

  • Wichtiger Meilenstein für die Versorgungssicherheit im Raum Karlsruhe / Pforzheim
  • Pilotierung eines neuen Masttyps
  • Baubeginn für das zweite Quartal 2022 geplant

Stuttgart. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat TransnetBW am 15.02.2022 den Planfeststellungsbeschluss für den Leitungsbau zwischen Birkenfeld und dem Punkt Ötisheim übermittelt. Damit hat TransnetBW die offizielle Baugenehmigung für das ca. 14,2 Kilometer lange Netzausbau- und Pilotprojekt erhalten.

Es handelt sich nicht nur um ein Netzausbau-, sondern auch um ein Pilotprojekt, weil hier erstmalig im Höchstspannungsnetz von Baden-Württemberg Vollwandmasten im 380-Kilovolt-Bereich eingesetzt werden. Die Pilotierung ermöglicht, Erfahrungen bei Bau und Betrieb des neuen Masttyps zu sammeln.
Die bestehenden Stromleitungen im Raum Karlsruhe / Pforzheim sind schon lange durch den weiter steigenden Stromtransportbedarf überlastet. Um hier die Versorgungssicherheit auch künftig zu gewährleisten, schließt TransnetBW das Umspannwerk Birkenfeld an die bereits bestehende 380-Kilovolt-Leitung zwischen Philippsburg und Pulverdingen an. Bei diesem Neubauprojekt werden auch 9,2 Kilometer vorhandener 110-Kilovolt-Leitungen zurückgebaut, weil diese Leitungen auf den neuen Masten mitgeführt werden können.

Der Baubeginn ist bereits für das zweite Quartal geplant. Das Projektteam wird den Dialog vor Ort auch in der Bauphase fortsetzen. So plant Projektsprecherin Tanja Ulmer eine frühzeitige und umfassende Information über die anstehenden Bauarbeiten und erklärt: „Transparenz und Mitsprachemöglichkeiten sind für direkt vom Leitungsbau betroffene Menschen sehr wichtig.“ Die Unterlagen zur Planfeststellung werden ab dem 21.03.2022 in den Rathäusern der Gemeinden Birkenfeld, Kieselbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Ispringen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Mühlacker und Pforzheim öffentlich ausgelegt.

Der Planfeststellung ging ein Raumordnungsverfahren voraus, in dem verschiedene Trassenvarianten geprüft und öffentlich diskutiert wurden. Außerdem haben Umweltuntersuchungen stattgefunden, um gravierende Auswirkungen auf Fauna und Flora auszuschließen. Für den resultierten konkreten Trassenverlauf hat TransnetBW im November 2018 die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren eingereicht. „Jetzt können wir endlich bald mit dem Bau beginnen,“ freut sich TransnetBW-Projektleiterin Stefanie Schmidt und kündigt an: „Bei einem reibungslosen Bauablauf geht die neue Leitung im letzten Quartal 2023 in Betrieb.“

Nach Oben