Presse­information

23. Juni 2017

Transnet BW eröffnet neues Kontrollzentrum für das Übertragungsnetz

TransnetBW hat heute in Anwesenheit des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und des BMWi-Staatssekretärs Rainer Baake das neue Kontrollzentrum für das Stromübertragungsnetz offiziell in Betrieb genommen. Knapp 50 Millionen Euro hat TransnetBW in die „Hauptschaltleitung“ – so der Fachbegriff – investiert.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Die TransnetBW hat viel Geld in die Hand genommen, um die Hauptschaltleitung zu erneuern und fit für die nächsten großen Wegmarken der Energiewende zu machen. Hier wurden die Fundamente dafür gelegt, dass auch unter den immer komplexeren Bedingungen das wertvolle Gut Versorgungssicherheit garantiert werden kann. Eine entscheidende Voraussetzung nicht nur für das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Industrie.“

Staatssekretär Rainer Baake: „Beim Betrieb eines Übertragungsnetzes geht es um die Integration erneuerbarer Energien, die Abwicklung des weiter wachsenden Stromhandels und die Koordination bei Netzsicherheits- und Krisenfragen. Diese Aufgaben bedeuten in der Praxis viele komplexe, aufwendige Planungs- und Prognoseschritte und eine ständige Überwachung und Steuerung im Betrieb. Sehr viel davon passiert in der Leitwarte, dem Herz der Regelzone. TransnetBW hat heute ein neues, noch leistungsfähigeres Herz bekommen."

In nur zwei Jahren entstand in Wendlingen am Neckar das neue hochmoderne Herzstück des baden-württembergischen Übertragungsnetzes. In der Hauptschaltleitung stellt TransnetBW die Weichen für die Energiewende: Schon heute ist dort die Technik installiert, mit der künftig die Einspeisung aus den Gleichstromleitungen SuedLink und Ultranet gesteuert wird. Die Leitungen haben ihre Endpunkte in Leingarten und in Philippsburg in Baden-Württemberg; an beiden Vorhaben ist die TransnetBW beteiligt.

Rainer Joswig, Chief Operating Officer in der Geschäftsführung der TransnetBW, sagte in Wendlingen: „Die Energiewende braucht den Netzausbau. Doch der besteht heute oft noch aus Plänen und Projekten. Wir sind stolz darauf, dass wir hier in der Praxis angekommen sind. In unserer Hauptschaltleitung sorgen wir dafür, dass die Versorgung in Deutschland und in Europa in Zeiten starker Veränderungen in der Energielandschaft sicher bleibt – auch wenn die Anforderungen an die Netzführung quasi täglich steigen.“

In seiner Funktion als TransnetBW-Aufsichtsratsvorsitzender betonte EnBW-Vorstand Dr. Hans-Josef Zimmer: „An keinem anderen Ort können Sie die Anstrengungen, die nötig sind, die Menschen in Baden-Württemberg zu jeder Zeit sicher und zuverlässig mit Strom zu versorgen, besser erfahren als hier in Wendlingen. Hier arbeiten gewissermaßen die Hüter der Versorgungssicherheit.“

Zahlen – Daten – Fakten

  • Investitionsvolumen: fast 50 Millionen Euro
  • Abmessungen: 80 x 81 x 12 m
  • Größe der Leinwand: 65 qm / Auflösung 16k
  • 85 Arbeitsplätze im Büro-Bereich, fünf in der Warte, drei für das „Network Operation Centre“, zwei in Reserve für die Steuerung der Gleichstrom-Einspeisung
  • Bauzeit: 24 Monate – „in time & budget“
  • Verbauter Beton: 8600 Tonnen plus 1100 Tonnen Betonstahl
  • Zahl der Arbeiter, die auf der Baustelle waren: 150
  • Gewerke am Bau: 7 Firmen aus der Region
  • IT-Ausstattung: rund 250 Server, 3800 Patchkabel, 200 Netzwerk-Switche
  • Gewicht des Notstromaggregats: 12 Tonnen
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