Presse­information

26. Juli 2017

Transnet BW reicht Genehmigungsunterlagen für den Bau einer gasisolierten Schaltanlage in Philippsburg ein

/ Bau einer gasisolierten Schaltanlage (GIS-Anlage) zur Verteilung von Drehstrom
/ Inbetriebnahme für 2020 geplant
/ Anschließender Abbau der bestehenden Freiluftschaltanlage

Stuttgart. Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW hat bei der Stadt Philippsburg die Genehmigungsunterlagen zum Bau einer gasisolierten Schaltanlage (GIS-Anlage) für ihr Drehstrom-Umspannwerk auf dem Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg eingereicht. Die neue GIS-Anlage wird die heutige Freiluftschaltanlage auf dem Gelände ersetzen. Entsprechend dem dafür vorgesehenen Verfahren werden die Unterlagen durch die Stadt Philippsburg an das zuständige Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM), Stuttgart übergeben.

Das Umspannwerk in Philippsburg ist ein wichtiger Netzknotenpunkt, von dem aus Strom auf einer Spannungsebene von 380 Kilovolt (kV) in die Region transportiert wird. Auch in Zukunft wird dieser Netzknotenpunkt von großer Bedeutung sein: Er wird Ultranet, die Gleichstrom-Verbindung zwischen Osterath und Philippsburg, an das 380-kV-Netz der TransnetBW anbinden. Der über Ultranet hierher transportierte Gleichstrom wird dann zunächst in einem Gleichstrom-Umspannwerk (Konverter) in Drehstrom umgewandelt werden. Diesen Konverter wird die TransnetBW ebenfalls auf dem Kraftwerksgelände in Philippsburg errichten. Die geplante GIS-Anlage wird diesen Strom aufnehmen und ins Übertragungsnetz der TransnetBW einspeisen. Mit dem Bau der Anlage hat TransnetBW den Technologiekonzern ABB als Generalunternehmer beauftragt.

Die TransnetBW hat sich bei der Erneuerung des Umspannwerks auf dem Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg für den Bau einer GIS-Anlage entschieden, weil diese nur ein Fünftel der Fläche einer entsprechenden Freiluftschaltanlage benötigt. Im September 2017 sind erste vorbereitende Maßnahmen geplant, um das Baufeld für die GIS-Anlage frei zu machen. Die GIS-Anlage soll bis Ende 2020 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. In den darauffolgenden Monaten werden alle Freileitungen an die neue GIS-Anlage angebunden. Sobald dies geschehen ist, kann der Abbau der heutigen Freiluftschaltanlage beginnen.

Technische Information
Ein Umspannwerk dient der Verbindung zwischen unterschiedlichen Spannungsebenen, z. B. 380 kV und 110 kV. In Umspannwerken gibt es neben den Transformatoren immer Schaltanlagen. Diese sind als Freiluftschaltanlage oder wie hier in Philippsburg in „gekapselter“ Form als gasisolierte Schaltanlage aufgebaut. Mit den Transformatoren wird die Verbindung der Spannungsebenen hergestellt und die elektrische Energie zwischen den Spannungsebenen übertragen. In der Schaltanlage erfolgt die eigentliche Stromverteilung zwischen den angeschlossenen Freileitungen. Der Unterschied zwischen Freiluft- und gasisolierter Schaltanlage (GIS) besteht darin, dass die GIS metallisch gekapselt und innerhalb eines Gebäudes aufgebaut wird. Die Geräte der Freiluftschaltanlage werden im Freien aufgebaut. Durch die Kapselung der GIS-Anlage verringert sich der Platzbedarf auf etwa ein Fünftel gegenüber der Freiluftschaltanlage.

Für Rückfragen und Hinweise zum Umbau des Umspannwerks und zur 380-kV-Netzverstärkung Weinheim-Karlsruhe bietet TransnetBW eine kostenlose Hotline für die Öffentlichkeit an: Unter 0800/380470-1 oder per E-Mail unter [javascript protected email address] steht Ihnen unser „DIALOG Netzbau“ zur Verfügung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Regina König
Pressesprecherin
0711 21858-3155
[javascript protected email address]

Nach Oben