ULTRANET

Karte Teaser-Bild

ULTRANET Trassenabschnitt B Mannheim-Wallstadt bis Philippsburg - Kartenübersicht

Ihr Kontakt

DIALOG Netzbau

TransnetBW GmbH

Team Netzstrategie

Pariser Platz
Osloer Straße 15-17

70173 Stuttgart

T +49 800 380 470-1

Download vCard

ULTRANET wird in Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) realisiert. Um die dicht besiedelten Räume im Westen und Südwesten Deutschlands zu schonen, haben die Projektpartner ein innovatives Planungsprinzip festgelegt: ULTRANET soll auf bestehenden Leitungstrassen als Gleichstromverbindung mitgeführt werden. Bisher gibt es eine solche Kombination von Gleich- und Wechselstromleitungen weltweit noch nicht. ULTRANET hat damit Pilotcharakter.

Wechsel- und Gleichstrom auf einem Masten

Ultranet

Wechsel- und Gleichstrom auf einem Masten

Zur Mitführung von ULTRANET werden auf die bestehenden Leitungen zum Beispiel zusätzliche Leiterseile aufgelegt, Isolatoren getauscht oder auch Masten erhöht. An ganz wenigen Stellen soll für ULTRANET ein Ersatz- oder Parallelneubau realisiert werden.

Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)

Um Strom über weite Strecken weitgehend verlustarm zu leiten, wird die sogenannte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, kurz HGÜ, genutzt. HGÜ-Technologie wird weltweit bereits in über 20 Ländern eingesetzt. In Deutschland soll HGÜ das bestehende Stromnetz ergänzen und stabilisieren.

Außerdem ermöglicht HGÜ eine verbesserte Nutzung bestehender Stromtrassen durch eine höhere Leistungsdichte. Das bedeutet, mit dem Bau von HGÜ-Leitungen wird der Bedarf neuer Stromleitungen im Wechselstromnetz reduziert.

HGÜ Technik

Mit HGÜ kann Gleichstrom zudem in beide Richtungen (bidirektional) übertragen werden, ohne die Wechselspannung von 50 Hz. Der Vorteil: Nicht nur der Windstrom kann bei Stromüberschuss durch Windproduktion von der Küste nach Süden geleitet werden – in sonnenstarken Zeiten ist es möglich, zum Beispiel auch Strom aus Fotovoltaik in den Norden abzutransportieren.

Gleichstrom reduziert über weite Strecken den Energieverlust. Außerdem lässt sich Gleichstrom besser steuern und regeln. Das ist wichtig, um schnell auf große Schwankungen der Energiemengen reagieren zu können, die vor allem durch Windkraft und Fotovoltaik entstehen.

Ohne Stromrichterstationen, die sogenannten Konverter, können HGÜ-Leitungen nicht in das Verbundnetz integriert werden. Konverter wandeln den Strom aus dem Wechselspannungsnetz für die Einspeisung in die HGÜ-Leitung in Gleichstrom um.

Am Ende der Übertragungsleitung läuft dieser Vorgang dann wieder in umgekehrter Richtung ab: Gleichstrom wird in Wechselstrom gewandelt und kann wieder in das Wechselstromnetz eingespeist werden kann.

Abschnitte

Um das formelle Verfahren zu erleichtern und zu beschleunigen, ist ULTRANET in Streckenabschnitte unterteilt.

Für die Genehmigungsverfahren – Bundesfachplanung und Planfeststellungsverfahren – wurden fünf Genehmigungsabschnitte (A-E) gebildet.

Als Gemeinschaftsprojekt der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und Amprion sind diese Abschnitte zwischen den beiden Projektpartnern aufgeteilt.

  • A: Riedstadt – Wallstadt (Amprion)
  • B: Wallstadt – Philippsburg (TransnetBW)
  • C: Osterath – Rommerskirchen (Amprion)
  • D: Weißenthurm – Riedstadt (Amprion)
  • E: Rommerskirchen – Weißenthurm (Amprion)
ULTANET Abschnitte
ULTANET Abschnitte - Legende

Genehmigungs­verfahren

Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, durchläuft ULTRANET ein umfangreiches Genehmigungsverfahren in mehreren Schritten. Im Laufe des Genehmigungsprozesses wird sichergestellt, dass alle für das Projekt wichtigen Themen berücksichtigt werden. Und dass alle Menschen, die das Projekt tangiert, ausreichend Möglichkeit haben, sich zu äußern und Gehör finden.

Weitere Infos: netzentwicklungsplan.de

ULTRANET Genehmigungsprozess

Bundesfachplanung zu ULTRANET

ULTRANET ist ein bundeslandübergreifendes Projekt, das im Bundesbedarfsplangesetz beschlossen ist. Für solche Vorhaben liegt das Genehmigungsverfahren grundsätzlich bei der Bundesnetzagentur.

Das Verfahren, das für diese Projekte vorgesehen ist, heißt Bundesfachplanung. Ziel der Bundesfachplanung ist es, einen raumverträglichen Trassenkorridor zu ermitteln, den die Bundesnetzagentur (BNetzA) als Abschluss der Bundesfachplanung verbindlich festlegt.

Planfeststellung

Die in der Bundesfachplanung festgelegten Trassenkorridore sind verbindlich für das anschließende Planfeststellungsverfahren und werden in den Bundesnetzplan aufgenommen.

Der Planfeststellungsbeschluss legt wie eine Baugenehmigung alle wichtigen Details der zukünftigen Höchstspannungsleitung fest. Dazu gehören der genaue Verlauf der Trasse und die zu verwendende Übertragungstechnik. Grundlage der Planfeststellung sind das Raumordnungsverfahren oder die Bundesfachplanung.

Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit in allen entscheidenden Verfahrensschritten informiert und aktiv eingebunden ist. So kann jeder den Antrag mit allen Plänen und Unterlagen zu den Umweltauswirkungen einsehen und sich dazu äußern.

Die Bundesnetzagentur oder die zuständige Landesbehörde erörtern zusammen mit dem Übertragungsnetzbetreiber die eingegangenen Stellungnahmen mit den Einwendern, bevor die Entscheidung über das Vorhaben getroffen wird. Am Ende dieses letzten Verfahrensschrittes steht schließlich der Planfeststellungsbeschluss.

Verträglichkeit

Freileitungen für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung erzeugen statische elektrische und magnetische Felder. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es keinerlei Hinweise auf negative Auswirkungen magnetischer Gleichfelder bei HGÜ-Leitungen.

Wie übliche Drehstrom-Freileitungen können auch HGÜ-Freileitungen Geräusche – so genannte Korona-Entladungen - erzeugen. Diese lassen sich durch geeignete Konstruktion der Leitung minimieren.

ULTRANET Verträglichkeit
Nach Oben