Presse­information

1. Oktober 2021

Transnet BW veröffentlicht vorläufige Netzentgelte für 2022

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Annett Urbaczka

Leiterin Unternehmenskommunikation

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  • Netzentgelte für das Stromübertragungsnetz steigen zum 1. Januar 2022 voraussichtlich um rund 11 Prozent (Umspannung) und etwa 14 Prozent (Höchstspannung)
  • Vierter Schritt bei der Umsetzung für bundesweit einheitliche Netzentgelte umgesetzt
  • Kosten für Netz- und Systemsicherheit sowie für Investitionen in den Netzausbau steigen

Stuttgart. TransnetBW hat heute die vorläufigen Netzentgelte für ihr Stromübertragungsnetz ab dem 1. Januar 2022 veröffentlicht. Diese werden im kommenden Jahr um rund 11 Prozent für einen durchschnittlichen Kunden in der Umspannung und um etwa 14 Prozent in der Höchstspannung ansteigen.

Preissteigernd wirkt einerseits der Netzausbau – TransnetBW treibt sowohl im bestehenden Wechsel- als auch im entstehenden Gleichstromnetz den Ausbau voran, um das Netz fit für die Energiewende zu halten. Andererseits steigen die Kosten für die Aufrechterhaltung von Netz- und Systemsicherheit, hier vor allem für die Netzreserve und für Redispatch.

Nach wie vor zählen die individuellen Netzentgelte der TransnetBW aber auch nach vier von fünf Umsetzungsschritten zur Vereinheitlichung zu den günstigsten Entgelten. Das vorläufige Preisblatt 2022 weist die unternehmensindividuellen und die bundeseinheitlichen Preisbestandteile aus. Die detaillierten Preisblätter sind auf der Homepage der TransnetBW veröffentlicht: Seite der Preisblätter

Im Jahr 2022 erfolgt der vierte Schritt bei der Einführung bundeseinheitlicher Netzentgelte auf Grundlage des Netzentgelt-Modernisierungsgesetzes (NEMoG), das im Juli 2017 in Kraft getreten ist. Es sieht eine schrittweise Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte ab 2019 über fünf Jahre vor, so dass ab dem Jahr 2023 die Netzentgelte komplett vereinheitlicht sein werden. Der bundeseinheitliche Netzentgeltanteil wird im Jahr 2022 aus 80 Prozent der jeweiligen Kostenbasis (Erlösobergrenze) der Übertragungsnetzbetreiber errechnet. Von den übrigen 20 Prozent werden die unternehmensindividuellen Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber bestimmt. (Siehe Presseinformation Deutsche ÜNB berechnen erstmals bundeseinheitliches Netzentgelt vom 27. September 2018).

Als Übertragungsnetzbetreiber ist die TransnetBW in Baden-Württemberg verantwortlich für die Aufrechterhaltung der Versorgungs- und Systemsicherheit. Wesentlich dafür sind die Bereitstellung und der bedarfsgerechte Ausbau des Transportnetzes sowie die Integration erneuerbarer Energien und bestehender Kraftwerke.

Netzentgelte werden von Strom- und Gasnetzbetreibern im liberalisierten Energiemarkt für die Nutzung ihrer Netze erhoben und durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) überprüft. Das Netznutzungsentgelt der Übertragungsnetzebene hat am Endkundenpreis des Letztverbrauchers einen Anteil von rund fünf Prozent.

Am 1. Oktober 2021 werden die vorläufigen Netzentgelte und spätestens am 31. Dezember 2021 die endgültigen Netzentgelte für 2022 veröffentlicht.

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