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ULTRANET Trassenabschnitt B Mannheim-Wallstadt bis Philippsburg - Kartenübersicht

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Ein Konverter wandelt Wechsel- in Gleichstrom um und umgekehrt. Umwandeln heißt auf lateinisch: convertere. Daher nennt man die dafür notwendigen Bauwerke auch Konverterstation oder Stromrichterstation.

Ohne Konverter können HGÜ-Leitungen nicht in das Verbundnetz integriert werden. Deshalb muss am Anfang und am Ende einer HGÜ-Leitung ein Konverter errichtet werden.

Die Größe der benötigten Fläche hängt stark von der zu übertragenden Leistung ab. Im Projekt ULTRANET werden für eine Konverterstation nach den bisherigen Planungen ca. 100.000 m2, also 10 Hektar, benötigt.

Auf etwa 40 % der Fläche, also rund 40.000 m2, werden Gebäudehallen mit einer Höhe von ca. 20 m errichtet, in denen die Elektronik des Konverters untergebracht ist. Der restliche Teil der Fläche entspricht optisch einer typischen Wechselstrom-Umspannanlage und wird begrünt sein. Die TransnetBW wird außerdem die Architektur so gestalten lassen, dass sich die Anlage optimal in das Landschaftsbild einfügt.


Standortsuche

Weiterführende Informationen zum Thema Standortsuche finden Sie hier.

Konverterstandort

In einem mehrstufigen Prozess und zur Zufriedenheit aller Beteiligten wurde das Kernkraftwerksgelände in Philippsburg als Standort für das Gleichstrom-Umspannwerk (technisch: Konverter) festgelegt.

Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz

Die Genehmigung für den Bau des Gleichstrom-Umspannwerks Philippsburg erfolgt nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt Karlsruhe. Anfang Juni 2018 hat die TransnetBW den Genehmigungsantrag eingereicht, die Erteilung der Genehmigung wird in den nächsten Monaten erwartet.

Geländeauffüllung

Vor dem Bau des Gleichstrom-Umspannwerks ist es erforderlich, das Gelände durch Auffüllung um ungefähr vier Meter anzuheben. Die entsprechende Auffüllgenehmigung hat das Landratsamt Karlsruhe Anfang 2019 erteilt. Mitte Mai 2019 hat die TransnetBW symbolisch in Form eines feierlichen „Baggerbisses“ mit der Auffüllung des Geländes begonnen.

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Start der Geländeauffüllung in Philippsburg (von links nach rechts):

Norman Weber, Teilprojektleiter Design & Bau ULTRANET, Wolfgang Mader, Projektleiter ULTRANET, Mirko Düsel, Leiter Transmission Solutions bei Siemens Gas and Power, Dr. Werner Götz, Vorsitzender der Geschäftsführung der TransnetBW, Stefan Martus, Bürgermeister der Stadt Philippsburg und Dr. Christoph Schnaudigel, Landrat des Landkreises Karlsruhe.

Konvertertechnik

Die Konverteranlagen für das Projekt ULTRANET bestehen technisch aus vier Funktionsblöcken:

  • Drehstrom-Anschluss, mit dem der Konverter an das 380-kV-Höchstspannungsnetz angeschlossen wird. Dies erfolgt über die sogenannte Stichleitung, die vom Konverter zum Netzverknüpfungspunkt (hier: Philippsburg) führt.
  • Transformatoren, die die Netzspannung (380 kV) auf die erforderliche Eingangsspannung des Umrichters anpassen.
  • Umrichter, in dem die Umwandlung zwischen Gleich- und Drehstrom stattfindet. Der Umrichter besteht aus Transistoren, Dioden, Kondensatoren und Spulen. Da diese Bauteile empfindlich sind, müssen sie in Hallen untergebracht werden. Weil sie darüber hinaus unter Hochspannung stehen, müssen mehrere Meter Abstand zur Decke, zum Boden und zu den Wänden eingehalten werden. Diese Mindestabstände sind insbesondere maßgebend für die Hallenhöhe.
  • Gleichstrom-Schaltanlage, in der der Umrichter mit den Gleichstrom-Leitungen verbunden ist.

Verträglichkeit

Wie herkömmliche Wechselstrom-Umspannanlagen so erzeugt auch der Konverter für ULTRANET Geräusche. Diese gehen zum Beispiel von Transformatoren, Spulen, Konvertermodulen und Kühlaggregaten aus.

Als gewerbliche Anlage unterliegt der Konverter der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). Das heißt, die von ihm verursachten Geräuschimmissionen müssen tags und nachts Richtwerte einhalten, die je nach der Nutzung des jeweiligen Gebiets festgelegt sind, zum Beispiel nachts 40 dB(A) für ein allgemeines Wohngebiet (WA). Auch beim Bau müssen die Geräuschimmissionen die gesetzlich vorgegebenen Grenzen einhalten.

Um Geräusche so weit wie möglich zu mindern, hat TransnetBW für das Design des Gleichstrom-Umspannwerks vielfältige Vorgaben erstellt. Gebäude werden beispielsweise so ausgelegt und angeordnet, dass sie möglichst effektiv Geräusche dämmen oder abschirmen. Transformatoren und deren Kühlung werden mit einem Schallschutz versehen. Entscheidend ist außerdem, dass TransnetBW das Gleichstrom-Umspannwerk so weit wie möglich von der Wohnbebauung entfernt realisiert.

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