ULTRANET

Karte Teaser-Bild

ULTRANET Trassenabschnitt B Mannheim-Wallstadt bis Philippsburg - Kartenübersicht

Ihr Kontakt

DIALOG Netzbau

TransnetBW GmbH

Team Netzstrategie

Pariser Platz
Osloer Straße 15-17

70173 Stuttgart

T +49 800 380 470-1

Download vCard

Ein Konverter wandelt Wechsel- in Gleichstrom um und umgekehrt. Umwandeln heißt auf lateinisch: convertere. Daher nennt man die dafür notwendigen Bauwerke auch Konverterstation oder Stromrichterstation.

Ohne Konverter können HGÜ-Leitungen nicht in das Verbundnetz integriert werden. Deshalb muss am Anfang und am Ende einer HGÜ-Leitung ein Konverter errichtet werden.

Die Größe der benötigten Fläche hängt stark von der zu übertragenden Leistung ab. Im Projekt ULTRANET werden für eine Konverterstation nach den bisherigen Planungen ca. 100.000 m2, also 10 Hektar, benötigt.

Auf etwa 40 % der Fläche, also rund 40.000 m2, werden Gebäudehallen mit einer Höhe von ca. 20 m errichtet, in denen die Elektronik des Konverters untergebracht ist. Der restliche Teil der Fläche entspricht optisch einer typischen Wechselstrom-Umspannanlage und wird begrünt sein. Die TransnetBW wird außerdem die Architektur so gestalten lassen, dass sich die Anlage optimal in das Landschaftsbild einfügt.

Konvertertechnik

Die Konverteranlagen für das Projekt ULTRANET bestehen technisch aus vier Funktionsblöcken:

  • Drehstrom-Anschluss, mit dem der Konverter an das 380-kV-Höchstspannungsnetz angeschlossen wird. Dies erfolgt über die sogenannte Stichleitung, die vom Konverter zum Netzverknüpfungspunkt (hier: Philippsburg) führt.
  • Transformatoren, die die Netzspannung (380 kV) auf die erforderliche Eingangsspannung des Umrichters anpassen.
  • Umrichter, in dem die Umwandlung zwischen Gleich- und Drehstrom stattfindet. Der Umrichter besteht aus Transistoren, Dioden, Kondensatoren und Spulen. Da diese Bauteile empfindlich sind, müssen sie in Hallen untergebracht werden. Weil sie darüber hinaus unter Hochspannung stehen, müssen mehrere Meter Abstand zur Decke, zum Boden und zu den Wänden eingehalten werden. Diese Mindestabstände sind insbesondere maßgebend für die Hallenhöhe.
  • Gleichstrom-Schaltanlage, in der der Umrichter mit den Gleichstrom-Leitungen verbunden ist.

Standortsuche

Die Gebiete, in dem die ULTRANET-Konverter gebaut werden, sind mit dem Netzentwicklungsplan für Deutschland und dem Bundesbedarfsplangesetz festgelegt: Ein Konverter wird nahe dem Netzverknüpfungspunkt Osterath im Netzgebiet von Amprion entstehen, der andere am Netzverknüpfungspunkt Philippsburg im Netzgebiet von TransnetBW.

Um einen Standort für den südlichen Konverter zu finden, hat TransnetBW gemeinsam mit einem Umweltgutachter einen Kriterienkatalog erstellt. Dort sind die Vorgaben festgelegt, nach denen eine potenzielle Standortfläche ermittelt werden soll. Anschließend wurde ein Radius von rund zehn Kilometern als Suchraum um den Netzverknüpfungspunkt gezogen, um nahe diesem potenzielle Standortbereiche zu suchen.

In einem mehrschichtigen Auswahlprozess hat TransnetBW geeignete Flächen ermittelt, die den Kriterien entsprechen. Darüber hinaus wurden auch Vorschläge aus der Region berücksichtigt.

Das Endergebnis ist eine Standortfläche, die den aufgestellten Kriterien bestmöglich entspricht und nach Sicht von TransnetBW die wenigsten Eingriffe in die Umgebung und eine geringe Wahrnehmbarkeit für die Bevölkerung bedeutet.

Planungsstand

TransnetBW hat die Suche nach einem geeigneten Standort für das Gleichstrom-Umspannwerk (technisch: Konverter) abgeschlossen. Es soll auf dem Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg realisiert werden.

KKP ohne Gleichstrom-UW Heute

KKP ohne Gleichstrom-UW Heute

Visualisierung Gleichstrom-UW im KKP

Visualisierung Gleichstrom-UW im KKP

Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz

Die Genehmigung des Gleichstrom-Umspannwerks Philippsburg erfolgt nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG). Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt Karlsruhe. Nachdem die TransnetBW ihren Genehmigungsantrag Anfang Juni 2018 eingereicht hat, hat das Landratsamt das Genehmigungsverfahren eröffnet.

Im Rahmen einer freiwilligen Öffentlichkeitsbeteiligung legt das Landratsamt Karlsruhe die Unterlagen vom 2. Juli bis 1. August 2018 öffentlich aus.

Nähere Informationen hierzu finden Sie hier

Die Antragsunterlagen finden Sie hier

Verträglichkeit

Wie herkömmliche Wechselstrom-Umspannanlagen so erzeugt auch der Konverter für ULTRANET Geräusche. Diese gehen zum Beispiel von Transformatoren, Spulen, Konvertermodulen und Kühlaggregaten aus.

Als gewerbliche Anlage unterliegt der Konverter der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). Das heißt, die von ihm verursachten Geräuschimmissionen müssen tags und nachts Richtwerte einhalten, die je nach der Nutzung des jeweiligen Gebiets festgelegt sind, zum Beispiel nachts 40 dB(A) für ein allgemeines Wohngebiet (WA). Auch beim Bau müssen die Geräuschimmissionen die gesetzlich vorgegebenen Grenzen einhalten.

Die TransnetBW hat für das Konverterdesign diverse Vorgaben gemacht, um Geräusche so weit wie möglich zu minimieren. Ganz entscheidend ist aber auch, dass die TransnetBW den Konverter so weit wie möglich von der Wohnbebauung entfernt realisieren möchte.

Nach Oben