Ersatzneubau und Erweiterung Umspannwerk Pulverdingen

Projektportrait

Umfang

Infolge des Ausbaus der erneuerbaren Energien und dem damit verbundenen Anstieg der Anforderungen an das Stromnetz muss die 380-kV-Schaltanlage des fast 50 Jahre alten Umspannwerks Pulverdingen erneuert und erweitert werden. In einem ersten, vorgezogenen Schritt geht es um die Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes, den Tausch eines Transformators, die Erneuerung der Sekundärtechnik sowie um diverse kleinere Maßnahmen.

Ziel

Mit der Maßnahme soll eine stetig hohe Qualität für den langfristigen Betrieb erreicht und die Versorgungssicherheit der Region weiterhin zuverlässig gewährleistet werden.

Geschichte

Die 380/220-kV-Anlage wurde Anfang der 1970er Jahre, gemeinsam mit dem 110-kV-Umspannwerk der NetzeBW, als Freiluftschaltanlage errichtet. Somit gehört das Umspannwerk auf der Gemarkung Markgröningen seit Jahrzehnten zu einem gewohnten Bild in der Region.

Seitdem wurden kleinere Anpassungen vorgenommen, um die kontinuierliche Versorgungssicherheit im Großraum Stuttgart zu gewährleisten. Dennoch sind die neu geplanten Maßnahmen erforderlich, welche auch im Netzentwicklungsplan 2019-2030 als ‚Punktmaßnahme M366SA1: Neubau Schaltanlage Pulverdingen‘ bestätigt wurden.


Übersicht Bestand und Planung

Bestandsanlage

Geplante, vorbereitende Maßnahmen


Meilensteine

Um den neuen, gestiegenen Anforderungen an die Regelung der Spannung im Stromnetz der TransnetBW gerecht zu werden, sollen an der 380-kV-Bestandsanlage umfangreiche Maßnahmen durchgeführt werden. Dazu gehören zunächst vorbereitende Arbeiten, die aktuell in der Umsetzung sind. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Anlage neu errichtet werden. Zu diesen vorgezogenen Maßnahmen gehören, neben dem Neubau eines Betriebsgebäudes, die Erneuerung der Leittechnik sowie der Tausch eines Transformators zur Einbindung der Netzstabilitätsanlage Marbach in das 380-kV-Netz.

Das neue Betriebsgebäude soll bis Mitte 2021 bezugsfertig sein und die Inbetriebnahme des neuen Transformators ist für Ende 2021 geplant. Die Erneuerung der Leittechnik wird aufgrund der verfügbaren Schaltungsfenster über mehrere Jahre verteilt, da immer nur ein Leitungs- oder Trafofeld erneuert werden kann, um den Netzbetrieb aufrecht zu erhalten. Entsprechend wird mit dem Abschluss aller erforderlichen, vorbereitenden Maßnahmen an der 380-kV-Anlage vsl. erst Ende 2023 gerechnet.



Genehmigung

Für genehmigungsrelevante Maßnahmen im Rahmen der Erweiterung und Erneuerung der 380-kV-Anlage hat die TransnetBW als Vorhabenträgerin einen Antrag auf Änderungsgenehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz beim Landratsamt Ludwigsburg als zuständige Behörde eingereicht. Zu den genehmigungsrelevanten Maßnahmen gehören der Neubau eines Betriebsgebäudes und die Montage und Inbetriebnahme des neuen Transformators.

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