Umbau des Umspannwerks Schwörstadt

Projektporträt

Die Badenwerk AG hat das Umspannwerk Schwörstadt im Jahr 1972 errichtet. Nach über 45 Jahren hat es die Grenzen seiner Betriebsdauer und Leistungsfähigkeit erreicht und muss erneuert werden. Durch die Energiewende nehmen die Anforderungen an das Stromnetz zu und das wird beim Umbau des Umspannwerks berücksichtigt. Das Umspannwerk Schwörstadt, das bisher auf der 220-Kilovolt (kV)-Höchstspannungsebene angesiedelt ist, wird dafür in das 380-kV-Höchstspannungsnetz eingebunden. Dies garantiert eine sichere und zuverlässige Stromversorgung in der Region für die nächsten Generationen.

Meilensteine

Am Umspannwerk Schwörstadt sind umfangreiche Arbeiten erforderlich, um auch in Zukunft eine leistungsfähige Stromversorgung in der Region sicherzustellen. In mehreren Schritten wird das 1972 errichtete Umspannwerk erneuert.


Genehmigung

Die TransnetBW hat als Vorhabenträgerin einen Antrag auf Änderungsgenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beim Landratsamt Lörrach/Waldshut eingereicht. Die Genehmigung für diese wesentliche Änderung wurde im Sommer 2019 erteilt und schließt die Baugenehmigung für den Abriss der Gebäude und den Neubau des Betriebsgebäudes mit ein.

Der Bau

Am 18. September 2019 erfolgte der feierliche Spatenstich für den Umbau des Umspannwerks Schwörstadt. Die Bauarbeiten begannen mit dem Rückbau des alten Betriebsgebäudes, das anschließend durch einen Neubau ersetzt wurde. Parallel wurde auf der Freifläche im Osten des Umspannwerks mit der Errichtung des ersten Teils der neuen 380-kV-Freiluftschaltanlage begonnen. Im April 2021 wurde eine der beiden bestehenden 220-kV-Freileitungen verschwenkt und über ein neu errichtetes Portal an das Umspannwerk angeschlossen. Mit der Inbetriebnahme des ersten Teils der neuen Freiluftschaltanlage wurde der erste Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen.

Im zweiten Bauabschnitt werden die nicht mehr benötigten 220-kV-Schaltfelder der Freiluftschaltanlage rückgebaut. Anschließend werden bei laufendem Betrieb neue 380-kV-Schaltfelder auf der bisherigen Fläche des Umspannwerks errichtet. Die Bauarbeiten werden mit dem Ausbau der Zufahrtsstraße innerhalb des Umspannwerks beendet. Die Fläche unter der Freiluftschaltanlage wird nach dem Umbau wieder mit Schotterrasen versehen. Abschließend wird die zweite 220-kV-Freileitung über ein weiteres neu errichtetes Portal angeschlossen. Mit der Inbetriebnahme der Gesamtanlage und dem Rückbau der alten Warte ist der Umbau des Umspannwerk Schwörstadt zunächst abgeschlossen.

Die neue Freiluftschaltanlage wird vorerst mit einer Spannung von 220 Kilovolt betrieben. Im Rahmen des 380-kV-Übertragungsnetzausbaus werden in einem nachfolgenden Projekt die bestehenden Transformatoren durch neue 380-/110-kV-Transformatoren ersetzt und die Freiluftschaltanlage an das 380-kV-Netz angeschlossen.

Das Gelände vor dem Umbau:


Das Gelände nach dem Umbau:


Feierlicher Spatenstich am 18. September 2019

Der Umbau des Umspannwerks Schwörstadt

Betrieb

Der Umbau des Umspannwerks Schwörstadt wird voraussichtlich 2022 abgeschlossen. Danach folgt in einem eigenen Projekt der Anschluss des Umspannwerks an das 380-kV-Höchstspannungsnetz.

Umspannwerk Schwörstadt: Modell des Ersatzneubaus
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