Grafenrheinfeld-kupferzell–großgartach

UMGANG MIT IMMISSIONEN

Geräusche

Geräuschentwicklung bei Freileitungen oder Umspannwerken ist für viele ein sehr wichtiges Thema. Unter bestimmten Wetterbedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit (u.a. Regen, Schnee oder Nebel) können in geringer Entfernung zu Freileitungen Koronaentladungen (lat. Corona = Krone, Ring) wahrgenommen werden.

Dieses als Knistern oder Brummen zu hörende Geräusch entsteht bei Ionisation der Luft (Zerteilung von Luftmolekülen) durch elektrische Entladung. Bei Umspannwerken tragen manchmal die großen Kräfte des Magnetfeldes im Transformator dazu bei, dass möglicherweise ein konstanter, tiefer Brumm-Ton (Frequenz 100 Hertz) an der Anlage zu hören ist. Neben dem Transformator sind bei bestimmten Witterungsbedingungen von der Anlage ausgehend auch kleine Entladungen durch Knistern, speziell bei feuchtem Wetter, zu hören.

Freileitungstrassen werden so geplant, dass die nach Technischer Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm ) maßgeblichen Immissionsrichtwerte eingehalten bzw. möglichst unterschritten werden.

Elektrische und magnetische Felder

Jede elektrische Ladung ist von einem elektrischen Feld umgeben. Dieses elektrische Feld existiert bereits, wenn Elektrogeräte (u.a. Haartrockner, Bügeleisen, Computer und Fernseher) mit einem Kabel an das Stromnetz angeschlossen sind. Je höher die Spannung, desto größer ist das elektrische Feld. Wird das Gerät eingeschaltet, d.h. der Strom fließt, entsteht zusätzlich ein magnetisches Feld. Bei Wechselstromleitungen entstehen elektrische und magnetische Wechselfelder. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei neu errichteten Anlagen die Möglichkeiten zur Minimierung der elektrischen und magnetischen Felder nach dem Stand der Technik auszuschöpfen sind.

Für die durch elektrische Anlagen erzeugten elektrischen und magnetischen Felder legt die 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) Grenzwerte fest.


MENSCH UND NATUR

Die TransnetBW ist bestrebt, die Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Natur so gering wie möglich zu halten. Dabei hält das Unternehmen alle vorgegebenen Immissionsgrenzen sicher ein und kann diese sogar unterschreiten.

Im Rahmen der formellen Verfahren ermitteln Umweltgutachter die Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt. Diese Erkenntnisse fließen in die Planungen ein und dienen der Vermeidung oder Minimierung von Auswirkungen, zum Beispiel durch die Reduktion von Baulärm. Ermittelt, beschrieben und bewertet werden die Auswirkungen des Vorhabens auf folgende Schutzgüter sowie die Wechselwirkung zwischen diesen Schutzgütern:

  • Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit
  • Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt
  • Boden
  • Wasser
  • Luft
  • Klima
  • Landschaft
  • Kulturgüter und sonstige Sachgüter

Im Rahmen der Genehmigungsverfahren prüft die TransnetBW die Auswirkungen auf die einzelnen Schutzgüter und schlägt Maßnahmen zur Minderung von Auswirkungen vor.

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