Mobility4Grid

DataFleX

Sektorenübergreifende Datenvernetzung für den Einsatz von Elektromobilität im Redispatch

Im Rahmen des Projekts DataFleX arbeitet TransnetBW gemeinsam mit TenneT und weiteren Partnern an der großskaligen Pilotierung von Redispatch 3.0. Das Projekt mit einer Laufzeit bis Januar 2027 ergänzt die hausinterne Weiterentwicklung von Redispatch 3.0 und überführt zentrale Ansätze in einen groß angelegten Praxistest. Im Fokus steht dabei die Nutzung dezentraler Flexibilitäten aus Elektrofahrzeugen und PV-Heimspeichern, um einen sicheren und effizienten Netzbetrieb zu unterstützen.

Das Konsortium umfasst die Übertragungsnetzbetreiber TenneT Germany (Konsortialführung) und TransnetBW sowie Siemens, E.ON, FfE, mehrere Fraunhofer-Institute, FGH, d-fine und weitere assoziierte Partner.

Im DataFleX-Projekt werden Datenökosysteme sektorenübergreifend miteinander verknüpft und so eine echte Sektorkopplung zwischen Energie, Mobilität und weiteren Anwendungen ermöglicht. Über standardisierte und automatisierte Datenaustauschprozesse werden Informationen zusammengeführt und für den Netzbetrieb nutzbar gemacht. Dadurch können Flexibilitätspotenziale aus einer Vielzahl von Elektrofahrzeugen systematisch erschlossen und in energiewirtschaftliche Prozesse integriert werden. Die bestehende Redispatch-Plattform DA/RE bildet dabei die Grundlage für die Umsetzung und wird im Projekt weiterentwickelt.

Ein zentraler Bestandteil von DataFleX ist die Pilotierung in zwei Modellregionen. TransnetBW verantwortet dabei die Umsetzung in Baden-Württemberg und arbeitet eng mit Verteilnetzbetreibern und Aggregatoren zusammen. Ziel ist es, Flexibilitäten aus Elektrofahrzeugen und PV-Heimspeichern in größerem Umfang zu bündeln, vollautomatisiert abzurufen und deren netztechnische Wirksamkeit im realen Betrieb nachzuweisen. Parallel dazu erprobt TenneT eine weitere Modellregion in ihrer Regelzone.

In der Modellregion Baden-Württemberg werden unterschiedliche Flexibilitätsquellen im Zusammenspiel erprobt. Aggregatoren akquirieren Kundinnen und Kunden, integrieren deren Anlagen und stellen die gebündelten Flexibilitäten bereit. Octopus Energy, MVV Energie mit beegy und ChargeHere bringen dabei Flexibilitäten aus privaten und betrieblichen Ladevorgängen sowie aus PV-Heimspeichern ein. Die Kombination dieser Flexibilitäten ist entscheidend, um Netzengpässe aufgrund unterschiedlicher zeitlicher Verfügbarkeiten wirksam mit Redispatch 3.0 adressieren zu können.

Parallel zur Pilotierung werden im Projekt zentrale Bausteine für den zukünftigen Einsatz von Redispatch 3.0 weiterentwickelt. Dazu zählen ein robustes Marktdesign für die Integration dezentraler Flexibilitäten, der Aufbau eines geeigneten Monitoring-Systems sowie neue Ansätze für die Datenübertragung. Hierzu werden insbesondere die Nutzung von Datenräumen und der Einsatz dezentraler digitaler Identitäten untersucht und im Kontext des Energiesystems erprobt.

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